Ein eingespieltes Team

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Kameraden der Feuerwehr Scheeßel leisten am Hurricane-Wochenende wieder ganze Arbeit.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Sie sind da, wenn es brennt. Wenn irgendwo ein Dixi-Klo in Flammen steht oder auch dann, wenn der Rettungsdienst Hilfe braucht. Die Rede ist von den rund 90 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Scheeßel, die über das Hurricane-Wochenende den Brandschutz auf dem 140 Fußballfelder großen Festivalgelände gewährleisten.

„So lange und intensiv wie beim Festival arbeiten wir sonst nicht zusammen“, sagt Ortsbrandmeister Dirk Behrens. Aktive aller zehn Ortswehren würden sich in gemischten Schichten abwechseln, von Donnerstag, 15 Uhr, bis Montag, 10 Uhr – solange währt die Einsatzbereitschaft nämlich.

„Mindestens zwölf Kollegen sind rund um die Uhr im Dienst“, zählt der Gesamteinsatzleiter auf, „nicht alle in unserem Hauptquartier in direkter Nähe zur Hauptbühne , sondern wegen der Ausdehnung durch die Zeltplätze und den Fahrwegen jeweils zu dritt auch in den Außenwachen in Scheeßel und Westervesede.“

Während des Konzertbetriebes, etwa elf Stunden am Freitag sowie jeweils 15 Stunden am Sonnabend und Sonntag, stehen den Einsatzkräften mehrere Fahrzeuge zur Verfügung, darunter das sogenannte TSF-W, ein Tragkraftspritzenfahrzeug, das die Ortswehr Ostervesede bereitstellt. „Damit können wir die engen Fahrwege auf dem Zeltplatz besser passieren als mit den Großfahrzeugen“, meint Behrens. Ihren kompletten Fuhrpark zieht die Feuerwehr allerdings nicht für die Großveranstaltung zusammen, „der Brandschutz in der Gemeinde muss schließlich auch noch gewährleistet sein“, betont er.

Rund 20 Einsätze sind erfahrungsgemäß für die freiwilligen Brandschützer abzuarbeiten. „Letztes Jahr sind wir zu drei Hilfeleistungen und 15 Mal aufgrund von Feuermeldungen ausgerückt – alles in allem für uns ein relativ ruhiges Festival“, zieht der 40-Jährige Bilanz.

Mutwillige oder fahrlässige Brandstiftungen sind seiner Auskunft nach die häufigsten Ursachen für Brände. „In der Regel müssen wir dann Mülleimer oder Dixie-Klos ablöschen.“

Oder aber auch Zelte, und das vor allem in der letzten, für die Hurricane-Feuerwehr generell schon einsatzreichsten Nacht von Sonntag auf Montag. „Weil einige Festivalgänger meinen, keinen Schlafplatz mehr zu benötigen und das Gepäck für die Heimreise verringern wollen, brennen sie ihre Zelte einfach ab“, schildert der Ortsbrandmeister seine Erfahrungen. „Heiß entsorgen“ heißt das in der Fachsprache der Feuerwehrleute.

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Und nach dem Festival? „Dann bauen wir unser Rettungs-Camp wieder ab“, erklärt Behrens. Zwei Tage werde es noch dauern, bis alle Gerätschaften ausgetauscht, die Fahrzeuge wieder einsatzbereit sowie die feuerwehreigenen Zelte gereinigt und verstaut sind.

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