„Zeltplätze haben etwas von einem Flüchtlingscamp“

+
Gus Unger-Hamilton und Thom Green im Gespräch mit unserer Reporterin.

Scheeßel - Von Anja Segschneider. Die junge Alternative-Band Alt-J hat in ihrem Heimatland England bereits Star-Status erreicht. Auch in Deutschland stellen sich die Erfolge ein. Wir trafen Keyboarder Gus Unger-Hamilton und Schlagzeuger Thom Green vor ihrem Auftritt beim Hurricane.

Seit Ihr 2012 beim Hurricane wart ist viel passiert. Unter anderem drei Brit-Award-Nominierungen. Könnt ihr es dieses Mal mehr genießen?

Gus Unger-Hamilton: Auf jeden Fall! Man kennt jetzt schon alles. Man kann sich selbst ein paar Bands ansehen. Und man trifft Leute wieder, mit denen man sich angefreundet hat, wie Two Door Cinema Club.

Thom Green: Und wir sind auf jeden Fall besser geworden. Das wird man bei der Show merken.

Das Dreieck in Eurem Logo passt in die esoterische Hipster-Kultur, zu der Ihr angeblich gehört. Würdet Ihr Euch da auch selbst zu zählen?

Unger-Hamilton: Wir wissen gar nicht, was das sein soll, „Hipster-Kultur“. Wir haben das Logo, weil es nun mal unser Bandname ist. Alt-J ist auf der Mac-Tastatur das Dreieck.

Green: Ich habe schon versucht, das Logo bei der zweiten Platte zu ändern. Es wird ständig etwas reininterpretiert.

Das zweite Album ist also in Arbeit?

Green: Ja, wir haben auch schon ein paar Songs. Aber auf Tour ist zu wenig Zeit zum Schreiben. Und das Equipment fehlt auch.

Ihr spielt bislang eher ruhige Alternative-Musik mit elektronischen Einflüssen. Was haltet ihr von „seinen Stil neu erfinden“ beim zweiten Album?

Unger-Hamilton: Ich glaube nicht, dass wir einen speziellen Stil haben. Wir sind einfach wir und machen schlichtweg die Musik, die uns einfällt. Wir gehen aber mit derselben Grundidee an dieses Album wie an das letzte.

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

Bands und Fans am Hurricane-Sonntag

Nach dem Hurricane geht es für euch auf Festivaltour. Ist das Hurricane ein guter Auftakt? Oder zu stressig?

Green: Es macht vor allem Spaß.

Unger-Hamilton: Das stimmt! Im vergangenen Jahr war es besonders lustig. Da hatten wir ein Meet and Greet mit ein paar Fans. Mit denen haben wir uns erst betrunken. Dann haben sie uns mit zu ihrem Zeltplatz genommen, weil sie da Gras hatten. Als Künstler sollte man wirklich niemals auf die Zeltplätze gehen. Am Ende haben wir den Tourbus nicht gefunden und hätten fast die Abfahrt verpasst.

Green: Es ist auch etwas anderes auf den Zeltplätzen als Backstage. Hinter der Bühne ist alles so ordentlich.

Unger-Hamilton: Die Zeltplätze haben etwas von einem Flüchtlingscamp.

Also wäre Zelten nichts mehr für Euch.

Green: Nein. Aber nicht, weil wir uns für was Besseres halten. Ich werde für so was einfach zu alt.

Samstag: Bands, Campingplatz und endlich Sonne

Bands und Festivalisten am Samstagabend

Hurricane-Samstag: Bands, Campingplatz und endlich Sonne

Bands und Fans am Samstag 

Der Campingplatz am Samstag

So knutscht das Festival

So knutscht das Hurricane-Festival

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Gebrochener Mann in Einzelhaft: "El Chapos" tiefer Fall

Gebrochener Mann in Einzelhaft: "El Chapos" tiefer Fall

Dem Föhn im Gesicht getrotzt: Kerber nun gegen Scharapowa

Dem Föhn im Gesicht getrotzt: Kerber nun gegen Scharapowa

Boxspringbetten werden vielseitiger und luftiger

Boxspringbetten werden vielseitiger und luftiger

Musikschul-Konzert mit Klavier im Rathaus

Musikschul-Konzert mit Klavier im Rathaus

Meistgelesene Artikel

Kommentare