Was Scheeßeler Unternehmer den Hurricane-Besuchern anbieten wollen

Ein Stück vom großen Kuchen

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Setzt auf Lakritzeis: Sabine Bassen.

Scheessel - Wenn ab morgen die Lawine der Hurricanebesucher anrollt, dann werden die meisten Scheeßeler, falls sie keines der begehrten Tickets ergattert haben, allenfalls Zaungäste sein. Ähnlich ist es um den Großteil der örtlichen Gewerbetreibenden bestellt. Obwohl das Festival satte Umsätze macht, bleibt nur wenig Geld in den Kassen lokaler Unternehmer.

Verkauft Campingartikel: Thomas Meyer.

Der Grund: Die Infrastruktur auf dem Gelände ist inzwischen so durchgeplant, dass vergleichsweise wenige Gäste Geld im Kernort lassen. Einige Scheeßeler Unternehmen gehen neue Wege und haben ihr Angebot auf die Festivalisten eingestellt. Eine davon ist Sabine Bassen. Mit dem Eiswagen ihres Kräuterstübchens will die Landwirtin den Besuchern den Weg zum Gelände versüßen. Auch wenn sie zunächst skeptisch war – dieses Jahr probiert sie es mit dem Verkauf von selbst gemachtem Eis ohne Konservierungsstoffe in Sorten wie Lakritz oder Erdbeer-Basilikum.

Ähnlich denkt Melanie Herrms. Die Wirtin von „Mellys Molle“ bietet Pizza-brote in drei Geschmacksrichtungen an. Ihre Überlegung: „Wenn die Fans mit dem Zug anreisen, haben sie zum Teil schon erhebliche Wege hinter sich. Da tut etwas Warmes gut. Aber einfach zu transportieren muss es sein, schließlich hat man mit dem Gepäck die Hände voll!“

Andreas Villwock vergibt Stände gegen Spenden.

Beide Stände, die jeweils von der ganzen Familie betreut werden, haben sich auf dem Gelände eines Anliegers an der Westerveseder Straße, Andreas Villwocks Planen- und Zeltebau, einquartiert. Der will mit der Bereitstellung der Flächen kein Geld verdienen: Die Erlöse aus möglichem Standgeld gehen vollständig ans Kinderhospiz Löwenherz. Ein alter „Festivalhase“ ist dagegen Thomas Meyer. Der Betreiber des Gartenmarkts verkauft im achten Jahr Schlafsäcke, Zelte, Faltstühle, Isomatten und Gummistiefel. Und hat mit diesem Sortiment schon Stammkunden: „Viele Gesichter erkennt man immer wieder.“ Auch wer gut vorbereitet sei, kaufe unter Umständen an einem der Folgetage: „Spätestens wenn der Schlafsack nass oder das Zelt voll gekotzt ist, kommen einige wieder.“ Seine Devise: „Der Preis muss fair bleiben, damit es für beide Seiten Spaß macht.“ Und den hat er – nicht umsonst lässt Meyer es sich nicht nehmen, sämtliche Schichten von 8 bis 22 Uhr selbst zu betreuen.

Hurricane-Aufbau

Aufbau am Hurricane-Gelände

Es geht los: Der Hurricane-Aufbau startet

Die speziellen Hurricane-Angebote anderer Scheeßeler Unternehmen zielen eher auf die eigenen Kunden ab: Eine Massagepraxis bietet beispielsweise spezielle Festivaltarife und ein Frisör seinen Stammkunden kostenlos ein Hurricane-Hairstyling zu passender Musik. · hey

Die Bilder aus dem vergangenen Jahr

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Die Homepage des Veranstalters ist hier

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