Zahlen und Fakten rund ums Festival

Hurricane 2013: Wat mutt, dat mutt

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Damit die Festivalbesucher bei ihrem Grundbedürfnis nicht Schlange stehen müssen, sind auf dem Gelände ausreichend Toiletten vorhanden. Allein 700 Dixi-Klos hat Veranstalter FKP Scorpio zur Verfügung zu stellen – mindestens.

Scheessel - Von Lars Warnecke. Ob auch in diesem Jahr das Hurricane wieder von Regenschauern heimgesucht wird, darüber kann man nur orakeln – die Chancen stehen aber erfahrungsgemäß nicht schlecht.

 

Nichts mit Kaffeesatzleserei haben dagegen die verwaltungsrechtlichen Auflagen zu tun, die die Gemeinde mit Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele und Fachbereichsleiter Frank Thies den Festivalmachern von FKP Scorpio vorab an die Hand gibt. Unserer Redaktion liegen auszugsweise Informationen vor, die dem allgemeinen Festivalgänger so wohl noch nicht bekannt sein dürften.

Ein jeder Besucher läuft ihnen über den Weg: den allseits beliebten Dixi-Häusern auf dem Eichenring. Mindestens 700 an der Zahl hat der Veranstalter während des Ausnahmewochenendes bereitzustellen. Und nicht nur das: 580 Toilettenbecken für Sie und Ihn, 800 Herrenurinale sowie zehn behindertengerechte WC sollen für zivilisierte Zustände sorgen. Sowohl die Toilettenanlagen als auch Abfallbehälter dürfen dabei nicht näher als zehn Meter an den Imbissbuden stehen. Und dafür, dass die Festivalgänger sich zwischendurch auch mal von Schweiß und Schmutz befreien können, stehen mindestens 950 Dusch- und Waschplätze sowie 120 Wasserentnahmestellen kostenfrei zur Verfügung. Und wo landet das Abwasser? Auf jeden Fall nicht in der Scheeßeler Kanalisation, zumindest ist das grundsätzlich zunächst einmal untersagt. So erfolgt die Entsorgung auf direktem Weg zur Kläranlage.

Ordnung und Sicherheit sind ein unerlässlicher Bestandteil einer jeder Großveranstaltung – so auch bei einem 73 000-Besucher-Event wie dem Hurricane. Mehrere Hundert hierfür eigens eingesetzte Kräfte sind vom Veranstalter bereitzustellen – so sieht es der Auflagenkatalog der Gemeinde vor. Vor allem im Bereich zwischen Bühne und Publikum haben die Festivalmacher ausreichend Sicherheitspersonal zu postieren, um notfalls erschöpfte oder kollabierende Fans aus dem Zuschauerbereich zu übernehmen, heißt es in den Vorgaben.

Ist medizinische Betreuung gefragt, stehen zahlreiche Sanitäter Spalier. Mehr als 100 Ersthelfer sind es, die tagsüber gleichzeitig Dienst schieben. In den Nächten steht immerhin noch etwa die Hälfte zur Verfügung. Hinzu gesellen sich während der Konzertzeiten noch weitere Rettungsassistenten und -sanitäter sowie Krankenschwestern und -pfleger.

50 Mal 50 Meter – das sind die Mindestmaße für den Hubschrauberlandeplatz, der außerhalb des Geländes auf Veranlassung der Organisatoren mit ausreichender Markierung eingerichtet werden muss. Unmittelbar vor dem 20. Juni, so will es das Reglement, ist die Fläche hierfür abzumähen.

Ebenfalls nichts dem Zufall überlassen wird beim Abstand der Campingplätze zu den angrenzenden Wäldern: Mindestens 15 Meter sind hier einzuhalten, zusätzlich ist der Sicherheitsbereich mit Stahltrenngittern abzutrennen.

Wenn es um selbst mitgebrachte Getränke geht, bleibt den Besuchern nur wenig Spielraum: Während alkoholfreie Getränke, abgefüllt in Einwegverpackungen wie bis zu einen Liter fassende Tetra Paks, durchaus mit in den Innenraum genommen werden können, sind prozenthaltige Mitbringsel, in welcher Form und welchem Behältnis auch immer, untersagt. Und nicht nur das. Durch konsequente Kontrollen, so formuliert es die Verwaltung, habe der Veranstalter sicherzustellen, dass die Besucher keinerlei Waffen oder andere Gegenstände, die als solche oder Wurfgeschosse verwendet werden könnten an der Einlasskontrolle vorbei schmuggeln.

Das Hurricane macht Krach – nur darf die Musik an den drei Festivaltagen nicht durchgängig laut durch die Boxen dröhnen. Entsprechend sind unterschiedliche Schalldruckpegel – je nach Tageszeit – erlaubt.

Sonntags ist Ruhetag, das gilt auch fürs Hurricane. So dürfen die auftretenden Künstler am letzten Festivaltag auf keinen Fall schon vor 11.30 Uhr die Bühnen entern. Da machen die Soundchecks ebenfalls keine Ausnahme.

Dass der Eichenring – und nicht nur der – nach Festivalende von Abfällen aller Art übersät ist, ist bekannt. Um sämtliche für die Veranstaltung genutzten Flächen vom Unrat zu befreien, bleibt FKP Scorpio immerhin noch eine Frist von knapp einer Woche – bis zum 1. Juli muss auf Kosten des Veranstalters wieder alles blitzeblank sein.

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