Erste Zahlen und Bilanz

Wenn Dixi-Klos brennen und Frauen schmachten

+
Schmachtende Frauen bei Prinz Pi am Sonntag Nachmittag.

Scheeßel - Von Pascal Faltermann. Erste Zahlen, erstes Fazit und eine neues Datum. Bei der obligatorischen Pressekonferenz des Hurricane gab Jasper Barendregt (Festivalleiter FKP Scorpio) bekannt, dass 2014 das Festival wieder am dritten Wochenende im Juni veranstaltet wird - 20. bis 22. Juni 2014. Doch am Sonntag ging es auch um brennende Dixi-Klos und schmachtende Frauen.

Prinz Pi war einer der ersten, der am Sonntag auf die Bühne musste. Gegen 14 Uhr stieg der Hip-Hopper auf die Bühne und in den ersten Reihen schmachteten die Frauen. Bei Sonnenschein konnten nicht nur die weiblichen Festivalbesucher mal kurz etwas Haut zeigen. Das tat gut nach viel Regen, Unwetter und Matsch.

Noch vor dem Auftritt von Frank Turner auf der Green Stage zogen die Veranstalter erste Bilanz. Stephan Thanscheidt (Festivalbooking), Jens Koopmann (Veranstalter, Gastro), Jasper Barendregt (Festivalleiter FKP), Friedrich-Wilhelm Caliebe, leitender Notarzt, Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer Scheele, Heiner van der Werp (Polizei) und Stefan Podendorf (Feuerwehr) stellten sich den Fragen der Journalisten.

Es ging um brennende Klos, Taschendiebstähle und einige Schlägereien, die auf dem Hurricane-Musikfestival die Polizei und Feuerwehr in Atem gehalten hat. Bis Sonntagnachmittag brannten sechs Dixi-Klos und ein Wohnmobil auf den Zeltplätzen. "Vermutlich Brandstiftung, aber das ist ein gängiges Ding", sagte ein Podendorf, Sprecher der Feuerwehr.

   Insgesamt ist das Festival nach Angaben der Polizei bisher weitgehend harmonisch verlaufen. "Das Straftaten sind ähnlich hoch wie 2012", sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp. Bis zum Sonntagnachmittag seien 18 Körperverletzungen gemeldet worden. "Bei einem Dorffest ist das ähnlich", sagte van der Werp. Insgesamt seien bereits 47 Taschendiebstähle registriert worden. 2500 Festivalfans mussten nach Angaben der Rettungskräfte bis Sonntagnachmittag medizinisch versorgt werden. Für 136 Besucher endete der Konzertspaß bereits frühzeitig im Krankenhaus. Zwei Fans mussten wegen Knochenbrüchen notoperiert werden.

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

Bands und Fans am Hurricane-Sonntag

Das Hurricane-Festival in der 13 000-Einwohner-Gemeinde Scheeßel zwischen Bremen und Hamburg gehört mit rund 70 000 Besuchern zu den größten Musikkonzerten in Deutschland. Zum Programm des dritten und letzten Festivaltages gehörte der Techno-DJ Paul Kalbrenner aus Berlin.

 Heftige Regenfälle hatten das Gelände zum Festivalauftakt in eine regelrechte Schlammwüste verwandelt. "Das Publikum hat tapfer durchgehalten", sagte Hurricane-Chef Barendregt. Wegen verschlammter Böden und aufgeweichter Parkplätze standen zur Abreise Traktoren bereit, um stecken gebliebene Autos aus dem Schlamm zu ziehen. Das nächste Festival in Scheeßel ist vom 20. bis 22. Juni 2014 geplant.

Samstag: Bands, Campingplatz und endlich Sonne

Bands und Festivalisten am Samstagabend

Hurricane-Samstag: Bands, Campingplatz und endlich Sonne

Bands und Fans am Samstag 

Der Campingplatz am Samstag

So knutscht das Festival

So knutscht das Hurricane-Festival

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Lorenz Büffel und DJ Toddy heizen Sixdays-Besuchern ein

Lorenz Büffel und DJ Toddy heizen Sixdays-Besuchern ein

Party und Radrennen bei den Sixdays Bremen

Party und Radrennen bei den Sixdays Bremen

Hochzeitsmesse in der Villa Wolff

Hochzeitsmesse in der Villa Wolff

Kathmandu ringt um sein Welterbe

Kathmandu ringt um sein Welterbe

Kommentare