Schlägereien und Drogendelikte

Vier Fälle von Sex-Verbrechen beim Hurricane angezeigt

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Sicherheitskräfte und Polizei hatten viel zu tun beim Hurricane-Festival.

Scheeßel. Das Hurricane-Festival ist beendet und noch immer reisen die Menschen vom Eichenring ab. Schwerer als in den vergangenen Jahren gestaltete sich am Vormittag die Abreise von den Parkplätzen rund um das Festivalgelände.

Schlägereien und Sexualdelikte haben die Polizei beim 17. Hurricane-Festival in Scheeßel im Kreis Rotenburg/Wümme auf Trab gehalten. Die Ordnungshüter zählten am Wochenende rund 300 Straftaten, darunter 28 Schlägereien, 96 Drogendelikte und 140 Diebstähle. „Es war gefühlt ein friedliches Festival“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp am Montag. Die Anzahl der Straftaten sei jedoch etwas höher als im Vorjahr. Auch vier Sexualdelikte seien zur Anzeige gebracht worden, darunter eine Vergewaltigung. Ein 19-Jährige gab an, auf der Motorhaube eines Autos missbraucht worden zu sein. Nähere Informationen wollte die Polizei zunächst nicht bekanntgeben.

Am Morgen war noch rund die Hälfte der Besucher auf den Campingplätzen. Über 10.000 Autos standen auf den Parkplätzen und mussten sich durch den Schlamm quälen. Mit Traktoren wurden viele Fahrzeuge wieder flott gemacht. Auf den Abreiserouten, vor allem über die B 75 in Richtung Sottrum und Autobahn, kam es dann zu langen Staus und Wartezeiten.

In der Nacht hatten die auf dem Eichenring eingesetzten Beamten mehr zu tun als ihnen lieb war. Auf den Zeltplätzen war es zu zahlreichen Bränden von Zelten und auch von Dixi-Toiletten gekommen. Offensichtlich war eine kleine Gruppe gewalttätiger Menschen über das Gelände gezogen und hatte mutwillig kleine Brände gelegt. Feuerwehr und Polizei, aber auch Sicherheitskräfte des Veranstalter, hatten alle Hände voll zu tun, um die Feuer zu löschen und für die Sicherheit der Besucher zu sorgen. Körperlich zu Schaden kam zum Glück niemand.

Am Morgen wurden der Polizei zwei Einbrüche in Transporter angezeigt, bei denen in beiden Fällen die Einnahmen von Marktbeschickern gestohlen wurden. Im roten Mercedes-Spinter des Betreibers einer Döner-Bude fanden die Täter in dessen Abwesenheit einen hohen Geldbetrag. In den Mercedes-Spinter eines Crepes-Verkäufers brachen sie ein, obwohl der Mann im Fahrzeug schlief. Auch hier wurden ein hoher Bargeldbetrag entwendet.

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

Bands und Fans am Hurricane-Sonntag

Insgesamt hat sich die Zahl der Diebstahlstaten erhöht. Derzeit verzeichnet die Polizei 140 Diebstähle. 68 Mal stibitzten Langfinger Geldbörsen und Smartphones aus den Taschen der Festivalbesucher. 41 Mal drangen Täter in ein Zelt ein und suchten dort nach Wertgegenständen. Auch die Anzahl der Körperverletzungen ist bis Montagmorgen angestiegen. 28 körperliche Auseinandersetzungen werden ein gerichtliches Nachspiel haben. 22 Täter wurden dabei erwischt, wie sie sich unerlaubt Zugang auf das Gelände verschafft haben. Hier ermittelt die Polizei wegen des Erschleichens von Leistungen. In vier Fällen wurden Sexualdelikte angezeigt. Hier werden polizeiliche Ermittlungen in den nächsten Tagen genaueren Aufschluss über die Tathergänge geben. An den Kontrollstellen während der An- und Abreise wurden Rauschgiftexperten der Polizei und des Zoll in 75 Fällen fündig. Für 56 Fahrzeugführer wurde dort die Fahrt zum Festival oder nach Hause beendet, weil sie vor Fahrtbeginn Rauschgift konsumiert hatten. Im Vergleich zum Vorjahr dürfte sich das Straftatenaufkommen erhöhen, läge aber noch deutlich unter den Zahlen aus 2010 und 2011. pfa

Samstag: Bands, Campingplatz und endlich Sonne

Bands und Festivalisten am Samstagabend

Hurricane-Samstag: Bands, Campingplatz und endlich Sonne

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Der Campingplatz am Samstag

So knutscht das Festival

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