Feuerwerksrakete schlägt in VW-Bulli ein

Obwohl die Polizei ihre Drogenkontrollen auf den Anreiserouten angekündigt hatte, wurden die Beamten wieder fündig.

Scheeßel. Der Jubel der 40.000 bis 50.000 Fußballfans auf dem Hurricane Festival war noch im Kilometer entfernten Scheeßel zu hören. Schwarz-Rot-Gold waren die dominierenden Farben. Allerdings zündeten einige Gäste Bengalos, obwohl die Polizei für diesen Fall mit Strafanzeige gedroht hatte.

Zwei junge Männer, die solche Leuchtsignale zündeten, wurden festgenommen und angezeigt. Die Bengalos werden bis zu 1000 Grad heiß und sondern giftige Dämpfe ab.

Public Viewing auf dem Hurricane

Hurricane-Festival: Public Viewing und viele Bands am Freitag

Inzwischen dürften fast alle Besucher auf dem Gelände eingetroffen sein, so dass die Polizei bei 73.000 Gästen und zahlreichen Helfern von fast 80.000 Menschen auf dem Hurricane ausgeht. Über 350 Polizisten zu Fuß, in Streifenfahrzeugen, auf Mountainbikes, Pferden und Quads sorgen für die Sicherheit auf dem Gelände.

Obwohl die Polizei ihre Drogenkontrollen auf den Anreiserouten angekündigt hatte, leiteten die Beamten bis zum Samstagmorgen 51 Strafverfahren ein, stellen in 27 Fällen Drogen sicher und ließen bei 24 Autofahrern Blutproben wegen Drogenverdachts am Steuer entnehmen. In sieben Fällen fanden die Polizisten Waffen oder verbotene Gegenstände.

Kontrolle der Polizei

Hurricane-Anreise: Großangelegte Polizeikontrolle

Erfreulich gering blieb bislang die Quote der Diebstähle: Sieben Taschendiebstähle musste die Polizei bis Samstag nur aufnehmen, darunter vier hochwertige Smartphones. Bei 15 weiteren Diebstählen waren besonders Wertsachen in Zelten betroffen. In elf Fällen kam es zu Körperverletzungen.

Auch der Sanitäts- und der Rettungsdienst hatte gut zu tun. Auf 900 Fälle summierten sich die Versorgungen auf dem Gelände, dazu kamen 65 Transporte. Die Polizei geht davon aus, dass die Zahlen bis zum Ende des Festivals erfahrungsgemäß noch erheblich ansteigen werden.

Das Festival am Samstag

Hurricane-Festival: Verrücktes Chaos und viele Bands am Samstag

Kuriositäten gab es auch in diesem Jahr: Eine fehlgestartete Feuerwerksrakete schlug auf dem Wohnmobilplatz durch die offene Schiebetür in einen VW-Bulli ein und kam im Fahrzeug zur Explosion. Dabei wurde die Inneneinrichtung beschädigt.

Bei der Drogenkontrolle in Sottrum fanden die Kontrollbeamten am Donnerstag um 17.10 in einem Auto, das von einem 22-jährigen Fahrer unter Drogeneinfluss gelenkt wurde 30 Gramm "Magic Mushrooms"-Pilze sowie Marihuana. Die Pilze haben eine psychogene Wirkung und wurden illegal aus den Niederlanden eingeführt. Der Niederlände musste für die zu erwartende Strafe eine Sicherheitsleistung zahlen.

Auch Beamte in Rotenburg hatten mit dem Festival zu tun: Dort wollte der Mitarbeiter eines Supermarktes eine größere Anzahl von Pfanddosen, die offensichtlich vom Hurricane stammten, nicht zurücknehmen. Der Dosensammler erstattete bei der Polizei Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Verpackungsverordnung, die Bußgelder bis zu 50.000 Euro für Verstöße bei Nichtannahme vorsieht.

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