Marketingleiterin Katja Wittenstein über die Onlineaktivitäten des Veranstalters

Festivalfeeling für die Daheimgebliebenen

Hat die neuen Medien immer im Auge: Katja Wittenstein von der Bereichsleitung Marketing bei FKP Scorpio.

Scheeßel / Hamburg - Von Pascal Faltermann · Die Hände sind schmutzig, das T-Shirt ist klebrig, in den Schuhen stecken Schlammreste und die Hosentaschen werden zu Sandkästen. Mit Ravioliresten im Gesicht rennen die Festivalbesucher zwischen den Zelten umher. Doch trotz Dreck, Staub und Alkohol gehört das Handy und damit das Internet beim Hurricane in Scheeßel dazu.

Grund genug, bei Katja Wittenstein, Bereichsleitung Marketing bei FKP Scorpio, nach den Onlineaktivitäten des größten Konzertveranstalters in Europa nachzufragen.

Frau Wittenstein, Homepage, Facebook, Twitter, App, Ticketservice – warum ist die Kommunikation über das Internet so wichtig?

Hurricane-Festival: Aufbau hat begonnen

Katja Wittenstein:Über das Internet können wir schnell eine große Menge unserer Besucher erreichen und sie über Aktuelles und Wichtiges informieren. Vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter ist uns ein Dialog wichtig. Das sind mehr als reine Informationsplattformen, da wir eben auch Feedback bekommen und dieses in die Arbeit mit einfließen lassen. Es macht außerdem einfach Spaß! Unterschätzen darf man auch nicht, dass wir durch die Smartphone-App eine Menge Papier einsparen. Dadurch schonen wir im Endeffekt auch die Umwelt.

Wie nutzen Sie das Internet, um Besucher während des Festivals zu informieren?

Wittenstein:Während des Festivals halten wir alle Besucher über den Newsticker unserer Smartphone-App auf dem Laufenden. Außerdem twittern wir regelmäßig und posten auf Facebook (http://www.facebook.com/HurricaneFestival). Das können wichtige Infos sein, aber auch witzige Storys vom Campinggelände. Unser Team vor Ort hat immer ein Auge und Ohr offen für wichtige News. Plattformen wie Facebook und Twitter bieten für die Übermittlung aktueller Infos sehr gute Möglichkeiten. Außerdem erreichen wir so ja auch die Daheimgebliebenen: Über unsere Facebook-Seite und unseren Twitter-Account Twitter@HurricaneFstvl (Offizieller Hashtag #hurricane2012) können also auch alle, die nicht dabei sind, ein bisschen Festivalfeeling miterleben.

Hurricane-Festival: Der Aufbau startet

Mit wie vielen Personen arbeiten Sie eigentlich an der Homepage und der Facebook-Seite? Und was machen die alles?

Wittenstein:Unser Online-Team besteht aus vier Leuten, die sich um die Homepage, die Social-Media-Plattformen, die Newsletter und die App kümmern. Die Aufgaben sind vielfältig: von der täglichen Einstellung von Inhalten und Community-Betreuung bis hin zur Planung und Durchführung von Online-Gewinnspielen oder -Aktionen. Das Hurricane Festival hat bei Facebook mehr als 81 000 Fans und gerade kurz vor Festivalbeginn werden viele Fragen auf der Seite gestellt. Da ist allein die Beantwortung der Fragen schon sehr zeitintensiv. Wichtig ist auch, dass unser Online-Team immer ein Gespür für Trends oder aktuelle Entwicklungen hat.

Wie stark ist Ihre Homepage frequentiert? Wie viele Besucher haben Sie im Monat?

Wittenstein:Das schwankt natürlich etwas über das ganze Jahr gesehen. Wenn wir zum Beispiel neue Bands bekannt geben, steigt die Besucherzahl stark an. Genauso ist zu erkennen, dass je näher das Festival rückt, auch die Besuche auf unserer Webseite mehr werden. Das ist ja auf jeden Fall super. Denn das heißt, dass sich viele der Hurricane-Besucher im Vorfeld noch einmal über die Anreise oder generelle Infos zum Festival informieren. Vieles verschiebt sich natürlich immer mehr auf die sozialen Netzwerke, aber unsere Webseite ist nach wie vor unser zentraler Anlaufpunkt für alle wichtigen Infos über das Hurricane Festival.

Mit den eccos-Bändchen wollen Sie eine verkürzte Wartezeit an der Ausgabe, weniger Bargeld und mehr Sicherheit. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Wittenstein:Wir suchen immer nach Möglichkeiten, unsere Events zu optimieren und gucken uns auch auf anderen Veranstaltungen um. Die eccos-Bändchen beziehungsweise vergleichbare Modelle haben wir schon im Einsatz erlebt und fanden das Konzept überzeugend.

Was können Sie durch die Daten der angelegten Profile der eccos-Bändchen weiter verbessern? Was für Erkenntnisse erhoffen Sie sich?

Wittenstein:Die Bändchen sind nicht dazu da, Daten über unsere Besucher zu sammeln. Sie sollen helfen, den Komfort und die Sicherheit für alle Hurricane-Besucher zu verbessern.

Das Festival wird immer digitaler. Was für Ideen haben Sie noch? Wird es bald Liveberichterstattung, interaktive Blogs und eine digitale Festival-Zeitung geben?

Wittenstein:Das eine oder andere der genannten Projekte gibt es ja schon, wenn auch noch nicht bei uns. Wir haben immer viele Ideen, die wir dann auf ihre Machbarkeit abklopfen. Manche tolle Idee scheitert dann einfach daran, dass man nicht vergessen darf, dass das Hurricane auf einer Wiese stattfindet, wo die Übertragungsraten dann doch etwas eingeschränkter sind.

Wie sieht die digitale Zukunft des Festivals aus? Haben Sie Visionen?

Wittenstein:Wir sind neugierig und offen, für alles, was das Netz an aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten zu bieten hat. Wir gucken immer, was gut für unsere Besucher sein könnte und dann am besten auch noch Spaß macht.

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