Höher, schneller, weiter

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Robert Smith

Scheeßel - Von Matthias Berger - Punkrock, Singer-Songwriter, Hip Hop, Synthie-Pop, Hardcore und und und – bei 98 Bands unterschiedlichster Stilrichtungen beim Hurricane-Festival in Scheeßel und vier Bühnen fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten.

Einigen Künstlern gelang es besonders eindrucksvoll, aus der Masse hervorzustechen. Am grünsten hinter den Ohren waren sicher Casting Louis aus Achim. Die Abiturienten hatten bei ihrem ersten Auftritt beim Hurricane-Festival am Sonnabend um 12.30 Uhr die undankbare Aufgabe, den Besuchern der White Stage die Müdigkeit aus den verkaterten Gliedern zu rocken. Doch die vielen mitgereisten Fans aus Achim bereiteten der Nachwuchsband ein echtes Heimspiel.

Fotos vom Sonntag

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Hurricane-Festival: Regen, Boy Kraftklub und mehr

Die wenigsten Töne brauchten The xx, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Ihre auf das Nötigste reduzierten Songs mit prägnantem Bass-Spiel, Melodietupfern und tanzbaren Beats sorgte für Gänsehaut. Die Band eröffnete ihren Auftritt mit dem neuen Song „Devotion / As I am“ von ihrem am 7. September erscheinenden Album „Coexist“. Bei Hits wie „Crystalised“, „Basic Space“ und „Heart Skipped A Beat“ vergaßen die Zuhörer für einen Moment, dass parallel die deutsche Nationalmannschaft um den Einzug ins EM-Halbfinale kämpfte – bis die 1:0 Führung auf der Leinwand neben der Bühne eingeblendet wurde ...

Festival am Samstag

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Den größten Soundwall türmten M83 am Sonnabend auf der „Red Stage“ auf. Synthesizer-Flächen, Percussion und Electro-Beats erzeugten ein dichtes Klangbild, Schlagzeug, Percussions, Bass und Gitarre für den Schub, um die Ohrwurm-Melodien von Songs wie „Reunion“ direkt ins Ohr der Zuhörer zu katapultieren. Spätestens beim Überhit „Midnight City“ mit seinem eingängigen Synthie-Riff und einem virtuosen Saxophon-Solo verwandelte sich die „Red Stage“ in eine riesige Freiluft-Disco.

Die pupertärste Band war auch zugleich eine der dienstältesten. Seit ihrer Gründung 1992 mischen Blink 182 Punk-Rock mit albernen Texten. Als Headliner am Sonnabend hatte das Trio einen entsprechend fette Light-Show im Gepäck. Professionell zockten die Amis durch ihr Set aus melancholischen Songs wie „Miss You“, Kalauer über Genitalien und älteren Hits wie „What’s Your Age Again“. Vor allem Barker bewies durch einige Solo-Einlagen, dass er nicht nur als Darsteller einer Doku-Soap glänzen kann, sondern auch ein echtes Tier am Schlagzeug ist.

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Den dicksten Lippenstift hatte Robert Smith von The Cure aufgetragen. Am Freitag verwandelten die Engländer die „Green Stage“ mit ihren Klageliedern in ein Tal der Tränen. Keine Band leidet majestätischer als die New-Wave-Gruppe mit den „Disintegration“-Klassikern „Plainsong“ und „Pictures Of You“, die den Auftritt passenderweise eröffneten. Für die Pop-Fraktion servierte Smith als süße Nachspeise „Just Like Heaven“ und „Friday I’m In Love“.

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