„Festivalbegeisterung ist oberste Voraussetzung“

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Natascha (l.), Renee und Ole – drei von 500 Freiwilligen des Nachhaltigkeitsprojekts 24/5.

Scheeßel - Von Ulla Heyne - Parkplatzeinweiser, Müllsammler, wandelnde Auskunft und Partner für philosophische Gespräche in nicht mehr ganz nüchternem Zustand – das alles sind die Lotsen des Hurricane-Festivals.

Mehrere hundert Freiwillige aus ganz Deutschland sorgten dieses Jahr zum ersten Mal dafür, dass es grüner zugeht auf dem Massenspektakel, sie halfen den Gästen an den Pfanddosenrückgabestationen oder wiesen ihnen den Weg.

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Der Rest vom Hurricane-Fest: Trashmob in Scheeßel

So wie der 18-Jährige Ole aus Oldenburg, der zum ersten Mal ein größeres Festival besucht oder Natascha (19) aus Hamburg, für die es bereits das dritte Hurricane ist. Gerade gehen sie in einer Kleingruppe über die „Penny Lane“ auf dem Zeltgelände und suchen recycelbare Dosen ein.

Fotos vom Sonntag

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„Eine Sisyphusarbeit“, meint die 27-jährige Renee, „man sieht gar nicht, dass wir da waren – manche hausen hier wie die Säue!“ Ihre Kollegin Natascha hat ihren Sack mit Dosen innerhalb von wenigen Minuten voll. Sie hat ein „gutes Gefühl, wenn man etwas wegschafft.“

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Das war auch ihr Grund, sich beim Projekt 24/5 zu bewerben. Fast 500 Helfer sind es geworden, die am Check-In arbeiten, Plakate hängen, bei der Anbringung der Beleuchtung, Catering oder Organisation helfen – die Aufgaben sind vielfältig. Ole hatte sich für die Lotsenbar beworben: „Das ist zum Glück nichts geworden, dort ist es sterbenslangweilig.“ Denn erleben wollen alle hier etwas vom Festival. Damit das bei allen 50 knapp zehnköpfigen Teams klappt, hat das Leitungsteam um Tina Eisberg alle Hände voll zu tun.

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Ihr Mitarbeiter Wieland Franke aus Berlin erklärt: „Klar könnten wir die Leute auch rund um die Uhr Müll sammeln lassen, und das Konzept der Nachhaltigkeit steht ja auch im Vordergrund des Konzepts, aber man muss eine Balance finden aus Arbeit und Spaß.“ Kontrollieren müsse man die Lotsen nicht: „Wir haben die Bewerber so ausgewählt, dass sie sich nicht nur für das Festival begeistern, das ist oberste Voraussetzung, sondern auch etwas zurückgeben möchten und motiviert sind zu arbeiten.“

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