70.000 Musikfans läuten den Sommer ein

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Alle Hände zum Himmel: Die Hurricane-Musik-Party kann beginnen.

Scheeßel.Von Mareike Bannasch - „Endlich! Wir begrüßen den Sommer.“ Mit diesen Worten fasste Sammy Amara, Sänger der Band Broilers, die Lage am ersten Tag des 16. Hurricane-Festivals passend zusammen. Am frühen Nachmittag hatte das Spektakel auf dem Eichenring in Scheeßel mit den Auftritten von Switchfood, Hoffmaestro, La Dispute und We invented Paris begonnen und ein dreitägiges Partywochenende eingeläutet.

Hatte es beim Öffnen der Tore noch heftig geregnet, zeigte sich schon bald nach dem kurzen Schauer wieder die Sonne, und dichte Staubschwaden zogen über das Areal. Herrschte auf dem Festivalgelände zunächst nur mäßiger Andrang, regierte auf den Campingplätzen das freundlich verrückte Chaos. Bis zum Mittag waren bereits fast alle Besucher angereist, und nur noch Einzelne suchten zwischen Grillrunden, Pavillons und Plastiktüten nach einer geeigneten Stelle für ihre Zelte. Alle anderen hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits häuslich niedergelassen, mit bunten Kostümen verkleidet und mit der Feier angefangen. So tanzten mit Edding bemalte Cowboys Arm in Arm mit Tigern, Indianern und Krokodilen, während andere Camper im Borat-Tanga die Aufmerksamkeit ihrer Nachbarn auf sich zogen. In den frühen Abendstunden verlagerte sich die Party dann auch auf das Festivalgelände, wo Jennifer Rostock, Bosse, Casper und My Morning Jacket der Menge richtig einheizten. „Wir haben jetzt 70 000 Leute auf dem Platz, und die Stimmung ist bislang sehr friedlich“, zog Detlev Kaldinski, Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg, heute ein erstes Fazit.

Hurricane-Festival läuft: Broilers und Casper berauschen

Hurricane-Festival läuft: Broilers und Casper am Nachmittag

Ein erster Höhepunkt ging allerdings bereits am traditionellen Anreisetag, dem Donnerstag, über die Bühne. Nach der Übertragung des Fußballspieles Portugal gegen Tschechien standen nämlich überraschend die Rocker von Madsen auf der Bühne und begeisterten die Camper auf der Wiese. Nach den zahlreichen Staus auf den umliegenden Landstraßen hatte sich die Lage gestern Morgen wieder entspannt. „Die Anreise hatte am Donnerstag schon sehr früh begonnen und verlief gestern ohne weitere Störungen“, erklärte Kaldinski am Abend auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch die Diebstähle und Sachbeschädigungen hätten sich bislang in Grenzen gehalten. Allerdings seien auf den Anfahrtswegen 40 Drogendelikte festgestellt worden. „Sonst sind wir im Moment aber alle sehr zufrieden“, betonte Detlev Kaldinski.

Diesen Eindruck machten auch die Festivalbesucher, die die letzten Sonnenstrahlen vor den Bühnen genossen und zu den Klängen von Labrassbanda und den Sportfreunden Stillern feierten. Diese hatten allerdings das Nachsehen, denn zeitgleich mit ihrem Auftritt spielten die Jungs von Jogi Löw gegen die griechische Elf. Und das zog mehrere zehntausend Besucher vor die Großbildleinwand auf den Hauptcampingplatz. Für die sportiven Musiker aber sicherlich eine Konkurrenz, der sie sich gerne beugten.

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