Fast 400 Einsatzkräfte sorgen für Sicherheit und Ordnung / Erstmals mit Quads

Die Polizei zeigt sich gut gerüstet fürs Hurricane

Fans wollen feiern ...

Scheessel - Erstmals stehen der Polizei in diesem Jahr Quads zur Verfügung, damit sie schnell vor Ort ist, wenn es brenzlig wird. Zu Pferde, auf Mountainbikes, mit Motorrädern, im VW-Bulli oder zu Fuß sind die Ordnungshüter bereits seit Jahren auf dem Scheeßeler Hurricane Open Air anzutreffen.

Den Tipps mit den besonders geländegängigen Fahrzeugen erhielten die Rotenburger Beamten von ihren Kollegen bei einem Besuch des Wacken Open Air. Die „Festival-Polizeien“ stehen seit Jahren im engen Kontakt und tauschen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus, um den Gästen sichere Tage garantieren zu können, berichtet Detlev Kaldinski von der Rotenburger Polizeiinspektion.

Von der Mobilen Wache am Eichenring-Eingang über den Polizeihubschrauber „Phönix“ bis hin zur Einsatzküche in Wittkopsbostel bietet die Polizei fast alles auf, was sie hat. Mit dabei sind auch in diesem Jahr wieder Hundertschaften der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg und Oldenburg, die von Kollegen aus Hannover unterstützt werden. Auf nahezu 400 Einsatzkräfte kommen die Ordnungshüter im Hurricane-Einsatz.

Sollte es zu Störungen bei der Anfahrt kommen, wird die Polizei frühzeitig über Verkehrsfunk warnen. Daher sollte bei der Anfahrt das Radio eingeschaltet sein. Der Veranstalter hält genügend Parkplätze für die weit über 20 000 Fahrzeuge bereit, auf den Straßen wird die Polizei den Verkehr mit Motorradpolizisten und Verkehrsregelungsposten leiten. Deren Anweisungen sollte unbedingt Folge geleistet werden, bittet Polizeisprecher Kaldinski.

Geparkt wird wieder in Doppelreihe. Danach sollte das Fahrzeug auf dem in Scheeßel immer etwas weichen Boden möglichst bis zur Abfahrt nicht bewegt werden, damit der Untergrund besonders bei Regen nicht zerfahren wird. Einkaufsmöglichkeiten gibt es zu Fuß im nahen Scheeßel und inzwischen auch in einigen Supermärkten auf dem Veranstaltungsgelände. Auf dem Eichenring sollten bei Regen die dort eigens dafür ausgelegten Metallstraßen für den Übergang auf das Nebengelände genutzt werden, damit keine Matschwüste entsteht.

Nach dem Unglück von Duisburg hat die Polizei besondere Vorsorge getroffen. In der Vergangenheit gab es immer wieder unvorhergesehene Probleme, wie beim Unwetter 2006, die aber in guter Zusammenarbeit zwischen Behörden und Veranstalter gelöst werden konnten. Die Polizei lässt jedes Jahr die Erfahrungen in einen Verbesserungsprozess einfließen. So gilt Scheeßel als ein sehr sicherer und gut organisierter Event, sagt Kaldinski.

Wer sich allerdings nicht an Regeln hält, muss mit einer gelben oder roten Karte rechnen. Im „Crowdsurfen“ über die Köpfe der anderen Gäste hinweg oder in der besonders verletzungsträchtigen „Wall of Death“, bei der zwei Gruppen absichtlich in der Mitte zusammenlaufen, sieht die Polizei kein angemessenes Freizeitverhalten. Schließlich sollen alles Besucher des Festivals ohne Blessuren nach Hause fahren. Randalierer müssen daher mit einem Platzverweis rechnen. Auch Drogen werden nicht toleriert, insbesondere nicht am Steuer. Hier sollte sich jeder auf Kontrollen einstellen. Besonders Dealern und Dieben sei darüber hinaus gesagt, dass die Polizei auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Zivilfahndern unterwegs sein wird.

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