Am kommenden Wochenende wird Scheeßel wieder gerockt: Das Hurricane-Festival startet am Freitag

Grün, hart und richtig laut

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Festival-Glückseligkeit im Matsch – das ist alljährlich das Hurricane in Scheeßel. Noch gibt es einige wenige Restkarten, die berechtigen, bei der Open-Air-Schlammschlacht mit Musik dabei zu sein.

Scheeßel - Von Pascal Faltermann - Zwischen Dosenbier und Gummistiefeln, mit einem Rest Tomatensoße beschmiert, liegt er unter dem Campingstuhl, direkt vor dem kleinen Iglu-Zelt – ein kleiner, zerknitterter Zettel.

In den verschiedensten Hosentaschen hat er schon gesteckt, verschmierte Hände hatten ihn schon zwischen den Fingern, unzählige Menschen sind bereits auf ihm herumgetrampelt. Man kann gerade noch erahnen, dass auf dieser Doppelseite ein Programm mit mehr als 70 Musikgruppen steht. Dieses Schicksal erleiden jedes Jahr zehntausende Zeitpläne auf dem Hurricane-Festival, das in diesem Jahr vom 17. bis 19. Juni auf dem Scheeßeler Eichenring über die Bühnen geht.

Es geht los: Bilder vom Aufbau

Hurricane Festival in Scheeßel - der Aufbau

Mittlerweile umfasst das Line-Up, das mehr als 70 0000 Besucher jedes Jahr anzieht, mehr als 80 Namen. Von den sogenannten Headlinern, wie den Foo Fighters, Incubus oder Arcade Fire über The Hives, Clueso oder The Chemical Brothers bis zu Insidern, etwa Frittenbude, Egotronic oder Jupiter Jones. Damit in diesem Jahr nicht wieder eine Unmenge ehemaliger Programmflyer auf dem Festivalgelände und dem Campingplatz herum liegt, hat sich der Hurricane-Veranstalter FKP Scorpio etwas einfallen lassen: Das Festival-App mit einer Übersicht aller Bands mit Uhrzeit und Bühne. Es ist übrigens nicht die einzige „grüne Idee“ dieses Jahres, die für mehr Sauberkeit und weniger Papier sorgen soll. Auch ein Festivalradio, ein SMS-Service, die großen Videoleinwände an den Bühnen sowie Info-Banner sollen die Besucher stets auf dem neuesten Stand halten. Der positive Nebeneffekt: weniger Pappe und Papier.

Zu unserem Hurricane-Special geht es hier: Hurricane-Festival

Remmidemmi, Rock‘n’ Roll und ausgelassenes Feiern auf der einen Seite, umweltbewusste Zelten im „Green Camp“, geldbeutelfreundliche Fahrgemeinschaften oder die „Trasch M(a)nkeys“ – ein Müllteam mit Spaßfaktor – auf der anderen. Mit einem Unterhaltungsprogramm sollen die Besucher durch die Trinkwasserinitiative „Viva con Agua“ dazu animiert werden, Müll zu entsorgen und das Campinggelände sauberer zu halten. Ein Fahrradparkplatz und Anhängerverbot auf dem Campingplatz tun ihr Übriges. Sogar der Metronom macht am Hurricane-Wochenende Sonderstopps in Scheeßel.

Das alles wird der ausgelassene Festivalbesucher sicherlich kaum mitbekommen. Den interessiert vielmehr, ob die musikalische Ausrichtung nun seichter, elektronischer oder poppiger geworden ist. Wenn der Startschuss am Freitagnachmittag fällt, geht es auf jeden Fall erstmal hart, schnell, rotzig und rockig los. Die Bands Kvelertak, Comback Kid, Parkway Drive, Sick of it all und Sum 41 sind bekannt für eine ordentliche Mixtur aus Hardcore, Punk und Death-Metal, die auf der Red Stage im Zelt präsentiert wird.

Ruhiger geht es am Sonnabend auf den Hauptbühnen mit Gruppen wie The Sounds, Incubus oder den Kaiser Chiefs zu. Eine Überraschung war im vergangenen Jahr die Gruppe Frittenbude, deren Auftritt im Zelt wegen zu großem Andrang abgebrochen werden musste. Dennoch spielen sie wieder auf der White Stage. Aber: „Es gibt ein größeres Zelt, dessen Seiten offen sind und auch außerhalb wird es Sicherheitsvorkehrungen geben“, betont Frank Thies, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales der Gemeinde Scheeßel, der mit dem Veranstalter und Behörden an dem Sicherheitskonzept gearbeitet hat.

Am Sonntag warten dann übrigens die ganz Großen: Die Foo Fighters sind zum zweiten Mal beim Hurricane. Der deutsche Chartstürmer Clueso spielt zeitgleich am Abend. Das wissen die meisten Besucher aber auch ohne Programm. Egal ob auf einem Zettel oder als App auf dem Smartphone.

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