Drei Braunschweiger Jungs bringen eine Hüpfburg mit zum Festival / Treffpunkt Nummer Eins

Teddy hält dem Sturm stand

Thorben Langer (v.l.), Daniel Wischnewski und Dennis Klann feiern auf ihrer Hüpfburg.

Scheessel - Von Katharina Knoop · Zwischen all den bunten Zelten auf dem Camping-Platz ist sie auf dem Weg, zur Anlaufstelle Nummer Eins zu werden. Zahlreiche Festival-Besucher haben sich bereits per Unterschrift auf ihr verewigt, und sie hält dem Hurricane stand: Die bunte Hüpfburg ist der ganze Stolz dreier junger Männer aus Braunschweig und einer der buntesten Hingucker auf dem Festival 2010.

Die Idee sei ganz spontan bei einem Bierchen entstanden, erzählt Dennis Wischnewski. Erst sei es nur ein kleiner Spaß gewesen, doch daraus entwuchs schnell eine ernste Angelegenheit. Der Plan war gefasst: Für das Hurricane braucht die Truppe eine Hüpfburg. „Die Hüpfburg wurde für uns immer wichtiger“, betont Wischnewski die Dringlichkeit des Projekts. Selbst Nahrung und Verpflegung verloren immer mehr an Bedeutung: „Hauptsache wir haben diese Hüpfburg“. Verschiedene Angebote holten die jungen Männer daraufhin unter anderem in Internetauktionshäusern ein, bis das gelb-rot-blaue Exemplar mit dem sympathischen Bärchen auf dem Dach den Zuschlag erhielt.

Fotos vom Hurricane 2010

Hurricane 2010: Der Sonntag

Hurricane: Leben in der Zeltstadt

Hurricane: Der Samstag (Teil 1)

Hurricane: Der Samstag (Teil 2)

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Die Wahl war die richtige. Viele Camper, die vorbeikommen, lassen es sich nicht nehmen, klettern hinein, springen auf ihr herum und verbringen schon mal die eine oder andere Nacht darin. So erklärt sich auch die Boxershorts eines anonymen nächtlichen Gastes, die nun als „Trophäe“ am Zelt hängt. „Der unbekannte Nackthüpfer hat sie bei uns nicht mehr abgeholt“, berichtet Wischnewski. „Das Bärchen hat schon mehr Knutscher bekommen, also so mancher Gast“, erzählt der 25-Jährige weiter. Um fehlende Kontakte während des Festivals müssen sich die Jungs, die alle zwei Jahre an den Eichenring kommen, keine Gedanken machen. Und wie sollte es anders sein, vom Nachbarzelt gegenüber kommt die 17-jährige Meike Krauss vorbei, um eine Runde zu hüpfen. Die Hamburgerin berichtet von ihrem ersten Besuch beim Teddy: „Ich habe nachts mein Zelt nicht gefunden, dafür aber die Hüpfburg. Es ist so gemütlich.“

Ein romantischer Platz, der zum Hinlegen einlädt, um sich die Sterne am Himmel anzuschauen. „Entspannen kann man sich hier allerdings nicht“, bemerkt Thorben Langer mit einem Augenzwinkern. Einen Belastungstest habe die Hüpfburg auch schon bestanden: „Zu sechst waren wir da schon drauf“, berichtet der Werkzeugmechaniker. „Teddy hält durch“ lautet seitdem das Motto. Unterhaltsam sei es allemal, wenn „zwei Mädchen auf der Burg hüpfen und wie viele Männer dann gucken“, amüsiert sich Dennis Klann. In zwei Jahren werden die Jungs wieder nach Scheeßel kommen – und mit ihnen die Hüpfburg. Allerdings wächst der Druck, dieses Projekt noch einmal zu toppen. Im Gespräch ist bereits, das aufblasbare „Luftschloss“ mit einem so genannten Schaumbecken zu kombinieren. Die Camper können sich also schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Teddy freuen.

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