Jon Gallant und Ian D‘Sa von „Billy Talent“ über Festivals, Shows und Heimweh

Hurricane und Herzblut

Jon Gallant und Ian D'Sa von „Billy Talent“

Scheessel - Von Katrin Pliszka · Die kanadische Alternative-Band „Billy Talent“ aus Mississauga gilt inzwischen als Stammgast beim Hurricane-Festival in Scheeßel. In Deutschland sind Jon Gallant (Bass, Vocals), Ian D’Sa (Gitarre, Vocals), Ben Kowalewicz (Sänger) und Aaron Solowoniuk (Drums) keine Unbekannten.

Mit ihrem Album „Billy Talent III“ stürmten die Kanadier 2009 auf Platz zwei der deutschen Charts und sicherten sich eine Platinschallplatte in ihrer Heimat sowie eine goldene Scheibe in Deutschland. Mit uns sprachen Jon Gallant und Ian D’Sa über das Hurricane, Heimweh und Herzblut.

?Willkommen beim Hurricane 2010. Wie ist euer erster Eindruck?

!Jon: Wir sind letzte Nacht angekommen – gegen ein Uhr morgens. Dann haben wir uns die Specials angesehen und ein paar Bier mit den Beatsteaks getrunken. Und dann nur schlafen – und hier sind wir wieder. Es war überwältigend bisher.

?Ihr seid ja Hurricane-erfahren: Nach 2004, 2006 und 2008 seid Ihr jetzt zum vierten Mal hier. Was macht dieses Festival für euch so besonders, dass ihr immer wiederkommt?

!Jon: Es ist eines der coolen Festivals. Weißt du, Rock am Ring ist das Festival mit den großen Acts, Hurricane hatte dagegen immer eher eine Art Underground-Line-up. Für uns ist es ein Spaß, rüberzukommen und hier zu spielen. Wir haben so etwas in Nordamerika nicht.

Hurricane 2010: Der Tag danach

Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
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Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann
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Katerstimmung am Tag dannach. Die letzten Besucher des Hurricane-Festivals reisen nach und nach ab und zurück bleibt ein einziges Schlachtfeld. Alte Grills, Zelte, Pavillons, Camping-Stühle und unzählige Dosen liegen auf den Wiesen rund um den Eichenring. © Mediengruppe Kreiszeitung / Pascal Faltermann

?Inwiefern es anders als Festivals in Eurer Heimat Kanada oder in den USA?

!Ian: Diesen Festival-Charakter wie hier, auch beim Hurricane, haben wir drüben nicht. Aber es regnet hier immer. Naja, manchmal ist es auch sonnig.

?Neben dem Regen gibt es noch eine Tradition beim Hurricane: Die Besucher verkleiden sich oder bringen verrückte Sachen mit. Habt Ihr auch etwas dabei, das für euch zum Feiern unverzichtbar ist?

!Ian: Nein, ich nicht.

!Jon: Cool. Also ich habe mir ein Deutschland-Shirt angezogen – extra für euch.

?Was ist euch lieber: Auftritte bei Festivals oder in Konzerthallen?

!Jon: Du kommst zu dem Punkt, an dem du an beidem Spaß hast. Wir machen einen ganzen Haufen Shows indoor, und dann kommt der Sommer, und du denkst: „Ok, es ist Zeit für Festivals.“ Und dann bist du aufgeregt wegen der Festivals. Und am Ende des Sommers, wenn du eine Menge Festivals gespielt hast, freust du dich, wieder in die Klubs zu kommen. Es macht einfach insgesamt Spaß, zu spielen. Und das ist es, was wir wahnsinnig gern tun.

!Ian: Und wenn es Sommer ist, besonders. Dann ist es draußen schöner als drin.

?Ihr spielt ja mit vier Mann. Bevorzugt ihr Musik pur, kleine Besetzung oder den großen Auftritt mit vielen Show-Effekten?

!Jon: Ich stehe mehr auf Musik pur. Normalerweise, wenn man eine große Produktion fährt, macht man das, um einen Mangel an Songs auszugleichen. Wenn man sich zum Beispiel die Violets ansieht, die haben rund 100 Köpfe im Team. Es ist egal, ob man eine Live-Show am Abend hat oder ein ganzes Konzert – man will doch die Songs hören und die Leute spielen sehen, oder? Also das ist eher mein Ding.

!Ian: Genau. Es ist viel besser, die Truppe spielen zu sehen, als eine große Lichtshow zu sehen.

?Würdet Ihr sagen, dass kein großes Drumherum nötig ist, wenn man sein Herzblut in die Musik steckt?

!Jon: Das hoffe ich.

!Ian: Es ist doch immer so: Einige Leute kommen, weil sie die Band mögen, und die Songs hören wollen, andere kommen, und wollen die große Show sehen.

!Jon: Ich hoffe doch, dass sie hierher kommen, weil sie die Band mögen – wir haben keine große Produktion. Obwohl ich eine gute Lichtshow auch gut fände. Es ist schwer, diese ganzen Dinge zusammen zu bekommen. Man hat viele Ideen, dann ist es teilweise aber auch teuer. Und dann weiß man nicht, womit man anfangen soll. So nach dem Motto: „Oh jeah, wir wollen Feuer haben!“

?Zurück zum Hurricane: Die Stone Temple Pilots, die heute Abend auftreten, waren eine Inspiration für euch. Schaut ihr sie euch an?

!Jon und Ian: Ja, auf jeden Fall. Wir haben vor einiger Zeit einen ihrer Songs gecovert.

!Ian: Ich habe sie 1993 in einem Klub spielen sehen, bevor sie eine richtig große Nummer wurden. Es ist unglaublich.

!Jon: Ich bin ein sehr großer Fan ihrer Songs. Ich liebe all ihre Hits und bewundere ihre Karriere.

?Sie spielen jetzt vor euch. Wie fühlt sich das an?

!Jon: Verrückt. Das kann ich nicht verstehen. Das ist schon eine echte Ehre.

?Ihr habt ja noch eine Reihe von Auftritten in Europa vor Euch. Wie ist das auf Tour: Lebt ihr von Tag zu Tag?

!Jon: Ja, ich mache das so. Du wirst verrückt, wenn Du zu weit nach vorne schaust. Es ist wirklich eine Von-Tag-zu-Tag-Geschichte, jeder Tag ist sehr unterschiedlich.

?Stichwort Heimweh?

!Jon: Ja.

!Ian: Auf alle Fälle.

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