Feuerwehr Scheeßel bereitet sich auf das Hurricane-Festival vor / Bereits einige kuriose Sachen erlebt

Brandschützer im Dauereinsatz

Gemeindebrandmeister Dieter Apel (v.l.), Abschnittsleiter Dieter Hunold, Gemeindepressewart Florian Weidner und Ortsbrandmeister Dirk Behrens informierten über die Arbeit der Feuerwehr beim Hurricane-Festival.

Scheessel (pfa) · Fünf Tage Dauerstress. Ständige Alarmbereitschaft und stets mit einem Ohr am Funkgerät. Das Hurricane-Festival vom 18. bis 20. Juni, in Scheeßel bedeutet nicht nur Spaß, laute Musik und Feierei. Das wissen vor allem die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr Scheeßel. Für sie ist es ein verlängertes Wochenende, an dem die Gedanken sich um die Sicherheit der Festivalbesucher drehen.

Im Vorfeld informieren Dieter Apel (Gemeindebrandmeister Scheeßel), Dirk Behrens (Ortsbrandmeister Scheeßel), Dieter Hunold (Abschnittsleiter) und Gemeindepressewart Florian Weidner über die Arbeit der Feuerwehr bei der Großveranstaltung.

„An einem Festival-Tag sind 30 Personen im Regeldienst aktiv“, erklärt Ortsbrandmeister Behrens. Die sind dann auf dem gesamten Gelände verteilt. Die Einsatzkräfte werden aber nicht nur von der Scheeßeler Feuerwehr gestellt, sondern sie kommen auch aus den elf weiteren Wehren der Gemeinde. „Nachts wird der Betrieb etwas herunter gefahren, dann sind zwölf Personen im Einsatz“, verdeutlicht Behrens. Davon sind jeweils drei auf den Außenwachen in Scheeßel und Westervesede stationiert, sechs Brandschützer bleiben auf dem Eichenring-Gelände. Der Brandschutz ist sicherlich die Hauptaufgabe, aber es gibt auch viele andere Einsätze zu meistern, wie beispielsweise Fahrzeuge, die Öl verlieren. Kurios, so Behrens, seien solche Vorfälle wie der mit einem jungen Mann, der nicht mehr aus einem Dixie-Klo herauskam, da die Tür verschlossen war. „Unverständlich war beispielsweise der Brandstifter, der aus Zelten Schuhe geklaut und sie davor verbrannt hat.“.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Feuerwehr insgesamt 31 Einsätze. Die meisten davon ereigneten sich am Sonntag, wenn die Festivalbesucher langsam abreisen. Es komme häufiger vor, dass die Grill-Utensilien nicht korrekt entsorgt werden und es zu Bränden komme, so Behrens.

Vom Tag der Anreise (donnerstags) bis zur Abreise (Montagnachmittag) seien die ehrenamtlichen Brandschützer im Einsatz, sagte Abschnittsleiter Dieter Hunold. Doch auch während der Vorbereitung haben die Scheeßeler alle Hände voll zu tun. Sie begutachten das Gelände und schauen sich die Löschwasserentnahmestellen an. Außerdem müssen Dienste verteilt und Pläne erstellt werden.

Insgesamt acht Fahrzeugen sind während der Veranstaltung vor Ort: Vier wasserführende, ein Schlauchwagen, zwei Einsatzleitfahrzeuge (ELW) und ein ELW ist in Scheeßel stationiert. Hinzu kommen kleinere Transportwagen. In den vergangenen Jahren ist die Arbeit mehr geworden. „Wir arbeiten im Prinzip wie eine Berufsfeuerwehr für eine Stadt mit 60 000 Menschen“, gibt Gemeindebrandmeister Apel zu bedenken. Bis 2005 seien noch alle Einsätze vom Gelände aus gefahren worden. Mittlerweile gibt es eben die Außenwachen. Und auch wenn es ein anstrengendes und stressiges Wochenende für alle Beteiligten ist, irgendwie „freuen wir uns drauf“, bestätigt Apel.

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