Fette Beats: Am Freitag startet auf dem Eichenring in Scheeßel das „Hurricane“-Festival

Staub oder Schlamm?

In Scheeßel am Start: The Gaslight Anthem. Diese Formation ist schwer im Kommen.

Scheeßel (Eig. Ber.) - Etablierte Stars, engagierte Neulinge und das Ganze in einer Mischung aus Rock, Pop und Alternative. Damit hat sich das „Hurricane“-Festival auf dem Eichenring in Scheeßel in den vergangenen Jahren einen außerordentlich guten Namen gemacht und sich zugleich so wunderbar entwickelt, dass es inzwischen zu den größten Musikfestivals in Deutschland zählt.

Auch in diesem Jahr werden wieder mehr als 70 000 Zuschauer erwartet – am kommenden Freitag geht das dreitägige Spektakel in die 13. Runde.

Mehr als 60 Bands werden von drei Bühnen aus das 200 Hektar große Gelände und sicherlich auch weite Teile Scheeßels ordentlich beschallen. Fette Beats sind also angesagt, und dazu gibt es – zumindest auf den Campingplätzen – standesgemäß Bier aus Dosen für einen schlanken Euro plus Pfand. Vor dem Hintergrund, dass jeder Besucher beim „Hurricane“ statistisch gesehen fünf Kilo Abfall zurücklässt, ist die Anti-Müllkampagne der Veranstalter durchaus als ernsthaftes Bemühen zu betrachten, denn ein nicht unerheblicher Teil des Mülls besteht aus Getränkeverpackungen ...

Was es bedeutet, diesen Dreck am Ende wieder zu beseitigen, werden am kommenden Montag dann jene 100 Freiwillige erleben, die sich an der Aktion „Ich mach den Müll weg“ beteiligen und im Anschluss an ihren sechsstündigen Einsatz auf dem Gelände einen Rabatt in Höhe von 60 Euro für das Festival im kommenden Jahr abstauben.

Aber klar: Erst einmal wird gefeiert. Und das bei bester Musik. Doch dabei ist es gar nicht so leicht, einen roten Faden auszumachen, der sich da durch das Line-Up zieht. Denn die Zusammenstellung ist so abwechslungsreich, dass vielleicht eben nur dieser Umstand als Konstante herhalten kann, auf die am nächsten Wochenende Verlass ist. Eine Lilly Allen wird sich dort auf dem Eichenring präsentieren, Kraftwerk ist dabei, Fettes Brot wird gereicht, Faith No More meldet sich zurück, Katy Perry fliegt direkt aus den Verkaufscharts ein, aber auch Franz Ferdinand, Anti-Flag oder Nick Cave & The Bad Seeds, Moby, Glasvegas und die Pixies sagten zu. Garniert wird das Ganze von Datarock und Dendemann, Bosse und Duffy, The Gaslight Anthem und Nine Inch Nails – um nur einige aus der kunterbunten Mixtur herauszupicken.

Oben drauf kommt das Sahnehäubchen – die Kings Of Leon sind am Freitagabend dran, und zum Schluss schauen „Die Ärzte“ auf dem Eichenring nach dem Rechten. Vielleicht sollten aber noch Culcha Candela und Clueso erwähnt werden – auch diese Künstler haben schließlich ihre Fans, unter denen allerdings einige zu finden sein dürften, die bisher weniger zum „Hurricane“ kamen.

Aber wie dem auch sei: Es wird laut, es wird – je nach Wetterlage – staubig oder schlammig, es wird ein Marathon, der all jenen, die wirklich wegen der Musik kommen, einiges abverlangen dürfte. Und so ist es gut, dass die Veranstalter stets bemüht sind, mögliche Verbesserungen einzubauen – so sind diesmal zusätzliche Ruhezonen vorgesehen, die zum gemütlichen Verweilen einladen. Hängematten und Sofa-Stationen also für alle, die zwischendurch eine Pause brauchen. Bei diesem Line-Up eine gute Idee. Schließlich muss auch Zeit sein für ein gepflegtes Bier aus der Dose.

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