Der Tag danach: Statistik, Müllsammler und Vorfreude

Es ist ruhig geworden

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Nach dem Festival wird es ruhig.

Scheeßel (men) Der Tag danach. Es ist ruhig geworden in Scheeßel. Zurückgeblieben ist jede Menge Müll, den die knapp 60 000 Besucher in den dreieinhalb Tagen zuvor produziert hatten. Gegen Mittag haben die meisten Festival-Fans das „Hurricane“-Gelände am Eichenring verlassen und die Heimreise angetreten.

Sie haben „bei passablem Wetter ein ruhiges und an Höhepunkten reiches Festival erlebt“. So fasste Polizeisprecher Detlev Kaldinski das zurückliegende Wochenende zusammen.

Auch die Polizei blieb zwar nicht arbeitslos, wie die Statistik-Zahlen belegen, sie sei aber insgesamt mit dem Verlauf sehr zufrieden. Auch das Müllsammler-Problem am Montagmorgen bekamen Beamte und Festival-Security mit vor Ort erteilten Hausverboten gut in den Griff, so Kaldinski. Beispiel: Ein Hamburger Sammler ohne Eintrittsbändchen, der vor Freigabe den Platz geplündert und zahlreiche Lebensmitteldosen gesammelt hatte, musste diese an die Polizei-Mountainbiker wieder herausgeben. Mit seinem Einverständnis gingen die illegal gesammelten Dosen an die Scheeßeler Tafel.

Mit Anzeigen wegen Herbeiführens einer Brandgefahr müssen hingegen die vier jungen Männer im Alter von 20 Jahren aus Löningen rechnen, die zur Abreise noch schnell ihr Zelt und ihren Pavillon ansteckten. Dazu wurden ihre Personalien auch gleich noch für die Kosten des Feuerwehreinsatzes notiert. Ein weiterer Festivalgast konnte mit seiner eigenen Beweisführung überführt werden: Er hatte seine Brandstiftung mit der Videofunktion seines eigenen Handys dokumentiert. Als die Beamten dieses kleine Filmchen sahen, räumte der Verdächtige die Tat zerknirscht ein.

Die von Kaldinski erwähnte Statistik sagt übrigens aus, dass von den 60 000 Besuchern 9 500 mit der Bahn angereist waren. Auf den Parkplätzen reihten sich 17 000 Fahrzeuge aneinander. Außerdem wurden 3 000 Wohnmobile gezählt. Weitere Zahlen: Es gab 1 420 Behandlungen vor Ort und 165 Transporte ins Krankenhaus, 22 Brandeinsätze und eine Hilfeleistung der Feuerwehr.

Aber ganz klar: Die Musik stand im Mittelpunkt. Und zum Ende des Festivals sorgten nicht nur Fettes Brot und die Nine Inch Nails, sondern allen voran auch die Ärzte für einen lauten, überaus stimmungsvollen und musikalisch abwechslungsreichen Abschluss.

Der Tag danach: Die Besucher reisen nach Hause, der Veranstalter sorgt fürs Aufräumen, und alle Beteiligten freuen sich schon auf das nächste „Hurricane“-Festival.

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