Seit gestern Mittag belagern Tausende das „Hurricane“-Gelände in Scheeßel

Es ist angerichtet

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Immer zur vollen Stunde: Gedränge und Gepäck-Berge am Scheeßeler Bahnhof.

Scheessel - Ruhe vor dem Sturm geht anders! Schon am Tag vor dem offiziellen Beginn des „Hurricane“-Festivals in Scheeßel sind Tausende Musikfans in den Beeke-Ort eingezogen, um sich rechtzeitig vor dem Startschuss die besten Zeltplätze zu sichern und sich auf dem Festival-Gelände zu akklimatisieren.

Spätestens seit der Ausweitung des Festivals auf drei Tage ist der Donnerstag zum Hauptanreisetag aufgestiegen. Im vergangenen Jahr feierten rund 40 000 Menschen am Donnerstag-Abend den Sieg der Deutschen Nationalmannschaft über Portugal bei der EM 2008. Ein ähnliches Highlight hatte der gestrige Tag zwar nicht zu bieten – dennoch war die Euphorie der anreisenden Festival-Besucher förmlich zu greifen. Und das, obwohl die Anreise gerade für Autofahrer durch die Bauarbeiten auf der A1 eine zusätzliche Herausforderung bot. Die meisten Autofahrer nahmen es gelassen, auch wenn sich die Anreise für den ein oder anderen verlängerte.

„Wir haben eine Stunde länger gebraucht als geplant, aber das ist zu verschmerzen. Die Stimmung lassen wir uns sicher nicht vermiesen“, bestätigte Stephan Junge, der voller Vorfreude und dabei ganz gelassen mit drei Freunden aus Nordrhein-Westfalen angereist war.

Ruhiger und einfacher hatten es ohnehin die Bahnfahrer, die jeweils zur vollen Stunde in Scharen aus den Metronom-Zügen aus Hamburg und Bremen in Richtung Eichenring pilgerten.

Viele Besucher hatten sich schon am Donnerstag auf alle Eventualitäten vorbereitet und waren gleich in Gummi-Stiefeln angereist. Zumindest bis zum Abend blieb es jedoch trocken.

Nicht ganz optimal und reibungslos verlief der Startschuss auf dem großen Zeltplatz. Die Tore wurden erst gegen 15 Uhr geöffnet, was zur Folge hatte, dass Tausende Besucher über Stunden und ohne erkennbaren Grund vor den Eingängen warten mussten. Der Unmut unter den vollbepackten und zusehends genervten „Hurricane“-Gästen steigerte sich noch, als Camper an einigen Eingängen offenbar früher auf das Gelände durften als andere. Pfeifkonzerte und Schmähgesänge waren die Folge. Einige Musik-Fans probten gar den zivilen Ungehorsam und drängten durch und über die Zäune aufs Gelände. Die Security tat gut daran, einige Minuten früher als geplant die Schleusen zu öffnen und den Zeltplatz freizugeben. Schon vor den Ausgabezelten der Bändchen war zu Stoßzeiten stundenlanges Warten angesagt. Dennoch überwog bei der Mehrzahl die Vorfreude auf ein friedliches „Hurricane 2009“.

Die Polizei zeigte sich mit der Organisation der Anreise zufrieden. „Es sind schon sehr viele Menschen auf dem Platz. Weitgehend ist alles ruhig“, sagte Polizei-Sprecher Detlev Kaldinski am frühen Abend. stm

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