Hurricane-Anreiseverkehr: Drei schwerverletzte Autoinsassen auf A 1

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Der Mercedes wurde bei dem Unfall komplett zerrissen.

Rotenburg - Erneut war Unachtsamkeit die Ursache eines schweren LKW-Auffahrunfalls, bei dem am Donnerstag um 16.30 Uhr im dichten Hurricane-Anreiseverkehr drei junge Männer in ihrem Mercedes schwer verletzt wurden.

Der Mercedes wurde bei dem Unfall komplett zerissen.

Ein 57-jähriger Sattelzugfahrer aus Rieste in Nordrhein-Westfalen war mit seinem schweren Gefährt nach einer einstündigen Pause auf einem Autobahnparkplatz gerade 400 Meter auf der A 1 in Richtung Bremen gefahren, als er infolge Unachtsamkeit mit 70 km/h auf den Mercedes mit Anhänger eines 29-jährigen Fahrers aus dem Bereich Rendsburg auffuhr, der infolge stockenden Verkehrs zum Stehen gekommen war.Der Mercedes wurde durch den Aufprall auf einen rumänischen Sattelzug geschoben und dabei völlig zerstört. Der Rendsburger, der mit zwei Freunden zum Scheeßeler Hurricane-Festival wollte, wurde aus seinem Auto geschleudert. Die beiden Insassen auf dem Beifahrersitz und der Rückbank wurden in dem Daimler eingeklemmt. Sie erlitten schwerste Verletzungen.

Unmittelbar nach dem Aufprall fing der total beschädigte ältere Mercedes Feuer. Beherzte LKW-Fahrer griffen sofort zu ihren Feuerlöschern. Es gelang ihnen das Fahrzeugwrack zu löschen, sonst wären die beiden Eingeklemmten im Wagen verbrannt.

Feuerwehrkräften aus Heidenau und Hollenstedt gelang es unter erheblichen Anstrengungen, die beiden Schwerstverletzten aus den Trümmern herauszuschneiden. Die beiden jungen Männer wurden mit Rettungshubschraubern aus Hamburg in die Kliniken Boberg und St. Georg geflogen.

Der 53-jährige rumänische Sattelzugfahrer und der Unfallverursacher wurden nicht verletzt. Der 57-jährige räumte gegenüber der Autobahnpolizei ein, unachtsam gewesen zu sein und den Stau nicht gesehen zu haben. Der Rendsburger Mercedes-Fahrer hatte den ungebremst herannahenden Sattelzug noch bemerkt und seine Freunde gewarnt, diese konnten aber nicht mehr rechtzeitig reagieren.

Die Polizei Rotenburg hatte in den letzten Wochen mit einer Verkehrsicherheitsinitiative auf das Problem Unaufmerksamkeit auf der A 1 hingewiesen. Dort war es immer wieder zu schweren und auch tödlichen Auffahrunfällen durch Trucker gekommen.

Vor Ort in der Gemarkung Heidenau waren neben den Freiwilligen Feuerwehren und den beiden Rettungshubschraubern vier Rettungswagen und zwei Notärzte eingesetzt. Die A 1 musste in Richtung Bremen ab der Anschlussstelle Hollenstedt voll gesperrt werden, der Verkehr wurde über die Umleitungsstrecken geführt. Dort kam es ebenfalls zu erheblichen Störungen.

Zur Unfallzeit herrschte dichter Verkehr auf der A 1, zahlreiche Fahrzeuge waren auf der Anfahrt zum Freitag beginnenden ausverkauften Hurricane-Festival auf dem Eichenring. Dort werden rund 80 000 Menschen erwartet.

Bis zum Donnerstagabend waren rund die Hälfte der Festivalgäste auf den Parkplätzen rund um den Scheeßeler Eichenring eingetroffen. Die Polizei setzt zur Verkehrslenkung Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, Kradfahrer und den Polizeihubschrauber Phönix ein. Auf den riesigen Park- und Campingplätzen sind Streifen, Reiter und Mountainbiker unterwegs.

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