Podpads bieten neue Übernachtungsalternative beim Hurricane / „Schauen mal, wie das ankommt“

Hüttengaudi auf dem Eichenring

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Schöner wohnen mit der Basisvariante.

Scheessel - Von Lars Warnecke. Nur wenige Minuten, nachdem FKP Scorpio die Neuheit am Montag bekannt gegeben hatte, war die Diskussion im Internet voll entbrannt: Brauchen die Hurricane-Besucher wirklich Podpads als Alternative zum Zelt? „Ja“, findet Benjamin Hetzer (25) vom Veranstaltungsteam. Wenngleich auch er zugibt: „Die meisten Festivalgänger werden wohl trotzdem wieder ihre eigene Übernachtungsmöglichkeit mitbringen.“

Glastonbury hat es vorgemacht, weitere europäische Festivals folgten. Jetzt wollen auch die Verantwortlichen des Hurricane die kleinen, knallbunten Holzhütten auf dem Eichenring aufstellen, einen Steinwurf von der VIP-Camping-Area entfernt. „Wir schauen mal, wie das ankommt“, sagt Hetzer. Positive Erfahrungen mit den Podpads, die in England gebaut und auch von dort nach Scheeßel angeliefert werden, habe sein Arbeitgeber schon in Schweden gemacht. Dort organisiert FKP Scorpio ebenfalls einige Festivals.

Dabei stünden dem geneigten Besucher gleich mehrere Varianten zur Verfügung, die vom Veranstalter entsprechend der Nachfrage geordert werden – vom schlichten Zwei-Bett-Basismodell mit Luftmatratze bis hin zum geräumigen Lux-Pad, in dem der Besucher auf stabilen Lattenrostbetten mit Schaumstoffmatratze nächtigen können. Allen Mietobjekten sei dabei eines gemein: „Sie sind wasserfest, schallisoliert, fest verschließbar und bieten Strom zum Aufladen des Handys“, erzählt Hetzer.

Dass diese Art des „Schöner Wohnens“ ihren Preis hat, verrät ein Blick auf die Internetseite des Anbieters: Zwischen 400 und 800 Euro müssen Interessenten zahlen, die sich vier Nächte diesen Luxus gönnen möchten. Entsprechend kontrovers wird die Neuheit unter den Festival-Fans im Internet diskutiert. „Selbst auf zwei bis vier Leute aufgeteilt ist das noch ein sehr stolzer Preis“, schreibt da jemand in einem Forum. Ein anderer könne sich „kaum vorstellen, dass es einen nennenswerten Markt für diese Art der Unterbringung gibt – jedenfalls nicht bei den verlangten Preisen“.

Ein anderer User sieht es positiver: „Ich denke, vor allem nach dem Erfolg des Green-Campings sind Leute bereit, für ein wenig Komfort durchaus 100 bis 200 Euro pro Person zu zahlen.“

Benjamin Hetzer ist sich sicher, dass vor allem diejenigen von dem Angebot Gebrauch machen werden, die mehr wegen der Musik, und weniger wegen des Drumherums das Festival besuchen. „Das sind Leute, die nachts ihre Ruhe haben wollen – ich schätze mal, die befinden sich im Alter von Mitte bis Ende 20.“

Er selbst habe noch nie in so einem Podpad gehaust. „Wenn das Wetter schön ist, macht es ja auch Spaß, im Zelt zu schlafen – nur wenn’s regnet, ist man froh, sich in ein richtiges Bett kuscheln zu können.“

Weitere Informationen, auch zur Reservierung, sind im Internet unter http://www.podpads.com erhältlich.

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