Woldemar Schilberg setzt Prioritäten

„Gildemitglied ja – Bayern-Austritt nein“

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Woldemar Schilberg ist seit 11 Jahren dabei.

Wildeshausen - Er gehört dem Gildeclub „Rien na va plus“ an, in dem entgegen seines Namens immer wieder etwas geht, wenn das Gildefest angesagt ist: Unser heutiger „Gildeshauser Kopf“ ist Woldemar Schilberg, der im Jubiläumsjahr 2003 Mitglied der Wildeshauser Gilde wurde.

Auch wenn der 38-Jährige dem Gildeclub schon seit 1994 angehört, so kam die Entscheidung, Gildemitglied zu werden, erst um einige Zeit später. „Ich hatte damals mit meinem Vater Horst Ehrenreich eine Wette laufen. Er hatte mir zum 18. Geburtstag 2000 Mark versprochen, wenn ich nicht trinke, rauche und keinen Mopedführerschein mache. Natürlich habe ich mich daran gehalten und dann die 2000 Mark kassiert“, erzählt Schilberg. Die paar Schluck Bier, die ihm ein Kumpel untergejubelt hatte, habe er allerdings gebeichtet: „Das hatte aber zum Glück keine Konsequenzen für die Wette.“

Während seine Kumpel allesamt 1993 in die Gilde eintraten, wurde Schilberg 1994 zum Ehrenmitglied des Pfingstclubs ernannt: „Da ich in dem Jahr meinen Führerschein gemacht habe, hatten sie auch stets einen Fahrer. Diesen Job habe ich gerne übernommen.“

Mit 22 Jahren habe er zum Gildefest hin und wieder auch mal ein Bierchen getrunken. „Dann habe ich mir überlegt, doch in die Gilde einzutreten. Aber gerade in dem Jahr wurde der Beitrag erhöht. Also kam es für mich nicht mehr in Frage“, betont Schilberg.

Schon bald aber sollte alles anders kommen: Während er seit nunmehr 17 Jahren mit Martina Duin liiert ist, stellte deren Vater Franz Duin, damals Bürgermeister und Gilde-General, seinerzeit zwei Bedingungen. „Er sagte zu mir, dass ich, wenn ich seine Tochter heiraten wolle, Mitglied der Gilde werden und aus dem FC Bayern austreten müsse. Die erste Bedingung habe ich 2003 erfüllt. Und die zweite? Na ja, wir haben gerade unseren 17. Jahrestag gefeiert, ohne verheiratet zu sein“, scherzt Schilberg. Allerdings zeigte er, dass der Gildeausweis vor dem Mitgliedsausweis des FC in seiner Geldbörse steckt.

„Der Eintritt war schon ein Erlebnis, ich hatte sogar das Glück, bei der Vereidigung an der Fahne zu stehen. Das alles hat sich bei gutem Wetter abgespielt, aber der Jubiläums-Umzug wurde dann ja am Ende von Starkregen begleitet“, erinnert sich Schilberg. jd

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