Ein Tsunami der ausgelassenen Stimmung

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Den Auftakt machte „acompasso“ vor dem „Alten Amtshaus“.

Wildeshausen - Von Andreas Henseler. Ein Tsunami der ausgelassenen Stimmung schwappte in der Samstagnacht mit einer geballten Ladung Musik, Tanz und guter Laune durch das Herz der Wittekindstadt. Tausende Partybiester hatten sich aus nah und fern auf den Weg gemacht, denn vor dem offiziellen Start des Gildefestes am Pfingstsonntag stand in der guten Stube der Kreisstadt der traditionelle „Pfingst-Heiligabend“ auf dem Programm.

Den Auftakt der langen Nacht machte die Wildeshauser Sambagruppe „acompasso“ unter der Leitung von Oliver Franz: Trotz des nasskalten Wetters heizte die Truppe den Feierverrückten mit südamerikanischen Rhythmen rund um das „Alte Amtshaus“ bereits am frühen Abend gehörig ein. Dabei dürfte sich mancher an den Zuckerhut in Rio de Janeiro versetzt gefühlt haben, denn hier gehört der Samba zum täglichen Leben genauso dazu, wie in diesen Tagen das Gildefest der Wildeshauser Schützengilde. Ein weiterer Höhepunkt vor dem „Alten Amtshaus“ waren die „Schwoaba Rebella“ aus dem Schwarzwald – 13 raue Gesellen mit einem weichen Musikerherz. Mit Brass-, Schlager- oder Jazzmelodien ließen die „Outlaws“ so richtig die Sau raus und spielten auf den Tischen und Bänken.

Weiter ging es auf dem Marktplatz. Voller Tatendrang zeigte hier DJ „Mister T“ den Leuten, wo der Frosch die Locken hat und brachte mit seinen heißen „Silberlingen“ die Luft zum brennen, bevor der Weg ins Festzelt auf dem Gildeplatz führte. Erst einmal reingekommen, ging auch hier die Post ab, denn als Stammgast war einmal mehr die „Bremen-4-Party“ mit von der Partie. Roland Kanwicher und DJ Rossi hatten unter anderem nicht nur die neuste Party-Mucke im Gepäck, sondern wie es sich für Heiligabend gehört, auch einen Sack voller Geschenke, die mit lockeren Sprüchen unters Volk gebracht wurden.

„Hier ist total viel los, die richte Atmosphäre für eine Superparty“, schwärmte Kim Bolte, die mit zehn anderen jungen Frauen aus Hude und Delmenhorst angereist war, um den Junggesellenabschied von Kirsten Segelken zu feiern, die im Juli heiraten wird. Die gleiche Idee hatte eine zehnköpfige Männergruppe aus Twistringen. Sie verabschiedete ihren Kumpel Torsten Gerk in den Ehehafen. „Wir sind Stammgäste auf dem Gildefest, da gehört es sich, auch den Junggesellenabschied hier zu feiern“, hieß es aus den Reihen der Begleiter.

"Pfingst-Heiligabend" auf dem Gildefest

"Pfingst-Heiligabend" auf dem Gildefest

Party auf dem Gildefest am Samstag

„Wir haben uns extra Urlaub genommen, um dabei sein zu können und sind rundum zufrieden“, waren sich Katrin Krieger und Sebastian Piepers einig. Sie waren auf Einladung der Wildeshauserinnen Anna Marischen und Gitta Tempelmann aus Lübbecke in Ostwestfalen-Lippe angereist, um ihr erstes Gildefest zu erleben. „Außerdem haben wir schnell festgestellt, dass die Wildeshauser nicht so stur sind wie die Westfalen.“

Den Besuch in der Trattoria „Il Salento“ an der Sögestraße nutzen seit Jahren Marianne und Wolfgang Liebert aus der Wittekindstadt, um sich auf das Gildefst einzustimmen: „Wir essen und trinken, während wir die Musik vom ehemaligen Zisch-Parkplatz nebenan hören.“ Hier ging einmal mehr die „Oldie-Party“ der Königskompanie über die Bühne, die schon Kult-Status erreicht hat. Hier ging zeitweise fast nichts mehr, und wenn, dann nur im Stop-and-Go-Tempo.

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