Traditionelle Himmelfahrtsversammlung im Rathaussaal/“Braunbier satt“

„Gildebrüder können ihr Bier auch selber zahlen“

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Der Hauptmann der Wache, Hermann Johannes (links), und Schaffer Christian Harting nahmen die Uniformen des Trommlerkorps ganz genau unter die Lupe, damit die Trommler in der Öffentlichkeit ein gutes Bild abgeben.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Das Wildeshauser Gildefest, das in neun Tagen beginnt, ist „gerettet“: Einstimmig beschloss die traditionelle Himmelfahrtsversammlung gestern im historischen Rathaussaal, dass auch in diesem Jahr wieder „Braunbier satt“ ausgeschenkt werden soll.

Zwar stellte Hermann Petermann senior den Antrag auf den Ausschank, aber dennoch gab er zu bedenken, dass sich die Gildebrüder doch eigentlich ihr Bier selber leisten könnten. Die Gildekasse müsse damit nicht belastet werden: „Wichtig ist, dass die Kinder zum Kinderschützenfest wieder Braunbier (Malzbier) satt bekommen. Aber nun sei es wie es ist, dann nehmen wir eben alle wieder das kostenlose Braunbier.“

Petermann war es auch, der den Chef des Protokolls, Jens Kuraschinski, beim Verlesen des Protokolls zur Generalversammlung der Schützengilde kritisierte: „Was der Stadtdirektor oder so gemacht hat, ging mir viel zu schnell. Schließlich müssen doch auch ältere Gildemitbürger alles verstehen können. Ich möchte, dass das in Zukunft besser wird.“ Hier hatte Gilde-Oberst Ernst Frost eine Lösung parat: „Okay Hermann, im nächsten Jahr darfst Du das Protokoll verlesen.“

Petermann aber wurde dann noch besser versorgt: Jeder Offizier, der über den Fortgang der Ausschuss-Arbeiten berichtete, gab ihm den Vortrag in schriftlicher Form, damit er die gesammelten Werke daheim in Ruhe lesen kann.

Für den Schießausschuss berichtete Artur Gabriel, dass sich die Schießanlage in einem sehr guten Zustand befinde: „Allerdings werden wir bald eine neue Seilwinde für die Vogelstangen brauchen. Aber das sage ich ja schon seit einigen Jahren. Mich wundert es jedes Jahr aufs Neue, dass dieses alte Dinge es überhaupt noch schafft, die Stange hoch zu befördern.“ Mit einem Appell richtete er sich an alle Gildebrüder: „Wer am Schießen teilnimmt, sollte unbedingt die gekaufte Munition verschießen, oder aber den Rest im Schießhaus lassen. Auf keinen Fall sollten die Patronen in der Hosentasche mit nach draußen genommen werden.“ Das sei einem Kameraden passiert: „Am Flughafen wurde die Munition dann während der Kontrolle entdeckt. Das war nicht so erfreulich.“

Schatzmeister Siegbert Schmidt forderte die Gildemitglieder auf, sich die Eintrittsbänder am Pfingstsonntag möglichst schon am Nachmittag zu besorgen, damit die endlosen Schlangen am Abend vor den Kassenhäuschen etwas entzerrt werden können: „Das ist eine Sache, die wir leider sehr schlecht in den Griff bekommen.

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