Wir suchen „Gildeshauser Familien“/Schützenbote hat jede Menge Arbeit

Wenn Opa mit dem Enkel

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Walter Rykena päsentiert symbolisch einen Stammbaum, der jetzt mit Leben gefüllt werden soll.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Tage werden länger, aber die Zeit bis zum Wildeshauser Gildefest immer kürzer: Ab heute sind es nur noch 43 Tage, bis der Startschuss auf der Burgwiese fällt. Bis dahin aber suchen wir gemeinsam mit dem Schützenboten Walter Rykena „Gildeshauser Familien“. Will heißen, dass wir Familien vorstellen möchten, die schon über mehrere Generationen mit der Gilde verbunden sind.

Wenn also der Großvater mit Sohn und/oder Enkel aktiv am Gildefest und dem Ausmarsch teilnimmt oder sich alle Familienmitglieder an lustige Begebenheiten erinnern, so gibt es sicherlich eine Menge zu erzählen, was auch die vielen Leser interessieren dürfte. Wie war es beim Eintritt in die Gilde? Warum ist der Enkel Gildemitglied geworden? Das sind nur zwei Fragen, auf die es reichlich Antworten gibt.

Wer Interesse hat, unsere Serie zu bereichern, sollte sich bis zum 19. Mai unter der Telefonnummer 04431/ 9891144, per E-Mail an redaktion.wildeshausen@ kreiszeitung.de oder direkt in der Redaktion an der Bahnhofstraße 13 melden.

Gemeinsam mit Rykena waren wir im Wald, um einen symbolischen „Stammbaum“ zu suchen, der unsere Serie begleiten wird. Aber der Schützenbote nutzte auch die Chance, zu schauen, von welchen Bäumen er in diesem Jahr Eichengrün schneiden kann, das dann die Zweispitze der Offiziere ziert. „Ich muss an allen Festtagen dafür sorgen, dass genügend Grün vorhanden ist. Ich brauche jeweils 50 kleine Sträuße“, erzählt Rykena. Dann heiße es für ihn zum Beispiel am Dienstag nach Pfingsten, um 5 Uhr in den Wald zu gehen, um die Zweige zu schneiden: „Immerhin müssen sie bereits um 7 Uhr im Rathaus sein.“ Am Sonntag und Montag erst um 19 Uhr, am Mittwoch um 10 Uhr und am Tag des Kinderschützenfestes um 12 Uhr. „Allerdings müssen sie stets frisch sein. Das heißt, dass ich an jedem Tag in den Wald muss“, erklärte Rykena, der seinen Posten mit viel Engagement bekleidet.

Sein Dienst als Schützenbote beginnt jedoch schon am Dienstag vor Pfingsten mit der Offiziersversammlung. Dann muss er mit dem Schaffer im historischen Rathaussaal für die Bewirtung sorgen.

Eine ganz besondere Aufgabe ist jedoch das „Behüten“ der Königskette, die ihm am Dienstag vor Pfingsten ausgehändigt wird: „Bis Sonnabend nach Pfingsten bleibt sie in meiner Obhut. Zu offiziellen Anlässen muss ich sie dem König umlegen und dann wieder verwahren.“ Nach der Krönung im Krandel muss er zudem den Papagoy vor dem Regiment in die Stadt tragen.

„Meine Aufgabe ist es auch, die Schafferkette am Dienstag um 24 Uhr bereitzuhalten, damit sie dem neuen Schaffer umgelegt werden kann“, erzählt Rykena. Die Kinderkönigskette bringe er am Freitag vor dem Fest zum König, wo sie poliert wird: „Nach dem Königsschießen muss ich sie dann dem König umlegen und gegen 22 Uhr wieder in Verwahrung nehmen.“

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