Wachkompanie der Schützengilde bereitet sich im Krandel traditionell auf die großen Einsätze vor 

Richter müssen über Hogebacks Strafe befinden

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Ehrungen: Werner Böhler, Dirk Timmermann, Otto Böttcher, Rolf Tepe, Heinrich Boning und Wolfgang Niester wurden von Hermann Johannes (von links), ausgezeichnet. ·

Wildeshausen - „Unsere Kompanie ist bereit fürs Gildefest.“ Mit diesen Worten übergab der Feldwebel der Wache, Günter Weißmann, am Sonntagvormittag das Kommando an den Hauptmann der Wache, Hermann Johannes. Und dieser hatte einige Orden im Gepäck, die es zu vergeben galt.

Den Ehrenorden in Silber, der im Januar für 40-jährige Dienstzeit geschaffen wurde, erhielten Stabssergeant Walter Ulrich (nicht anwesend), der der Wache sei 47 Jahren angehört, Gerichtspräsident Heinrich Boning (46 Jahre) Tambour Fritz Herzog (45 Jahre), Tambourmajor Wolfgang Niester (43 Jahre), Richter Otto Böttcher (41 Jahre) und Vize-Feldwebel Werner Böhler (41 Jahre).

Mit dem Wacheorden in Gold für 25-jährige Dienstzeit wurde Unteroffizier Rolf Tepe ausgezeichnet. Er ist seit 1987 Mitglied der Wachkompanie, war von 1997 bis 2002 stellvertretender Fourier und bekleidet seit 2002 das Amt des Fouriers. Den Wacheorden in Silber erhielt der Gefreite Dirk Timmermann, der seit 2002 seinen Dienst in der Kompanie versieht.

Überaus zufrieden zeigte sich dann der Hauptmann, als die Kompanie, angeführt vom Trommlerkorps, ihr Stechschritt-Können unter Beweis stellte: „Das klappt alles wie verrückt.“

Zuvor hatte sich Stabsunteroffizier Alex Müller jedoch mit den Soldaten und Rekruten auf den Weg gemacht, um mit ihnen die Kommandos und andere wichtige Dinge im Krandel-Wald zu üben. „Die Jungs sind echt fit, wir brauchen keinen Einsatz zu scheuen“, berichtete Müller. Aufgefallen war ihm jedoch, dass sich Soldat Philipp Hogeback vor dem Wachexerzieren gedrückt hatte: „Ich habe sehr wohl zur Notiz genommen, dass er lieber ein Bier trinkt. Aber darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Über die Konsequenzen wird das Gildegericht am Sonnabend nach Pfingsten während unserer Versammlung im Rathaus befinden.“ Fakt sei, dass Hogeback nicht ungeschoren davon komme.

Neu in der Wache ist der 34-jährige Christian Barthel, der schon ganz gespannt war auf das Exerzieren: „Ich lass mich einfach überraschen.“ Er sehe in dem Eintritt in die Kompanie ganz klar das Wahren der Tradition: „Ich komme aus Harpstedt, wohne jetzt elf Jahre in Wildeshausen. Die Wache hat mich schon immer interessiert.“

Ähnlich sieht es Steve Mansholt (30), der ebenfalls in diesem Jahr eingetreten ist: „Die Wachkompanie hat mich schon immer fasziniert. Als ich dann ein bisschen mehr darüber gehört hatte, bin eingetreten. Hier herrscht echt gute Kameradschaft.“ Das Exerzieren fand er „voll in Ordnung“. „Alex Müller macht das recht zackig, damit wir während der Einsätze auch immer ein vernünftiges Bild abgeben.“

Das zweite Gildefest als Rekrut ist es für Guido Suerken (37), der im vergangenen Jahr in die Kompanie eingetreten ist: „Für mich ist die Wache echte Gilde-Tradition. Das ist eben Pfingsten.“ Jetzt hoffe er, dass er im Januar während der Versammlung auch offiziell in die Kompanie aufgenommen werde: „Die Rekruten haben zwei Jahre Probezeit, in der sie sich bewähren und entscheiden können, ob es überhaupt das Richtige für sie ist.“ Das wurde auch von Weißmann bestätigt: „So haben beide Seiten die Möglichkeit, festzustellen, ob die Chemie stimmt. Sollte dies nicht der Fall sein, erfolgt eben keine Übernahme.“ · jd

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