Gildefest-Auftakt im Rathaus und auf der Burgwiese 

Ovationen für Oberst Frost

Das Blasorchester Wildeshausen und „Joyful Voices“ traten gemeinsam auf der Burgwiese auf. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Mit lang anhaltem Beifall für den scheidenden Oberst Ernst Frost im Rathaussaal und auf der Burgwiese wurde am Sonntag das 613. Gildefest eröffnet. Bei nass-kühler Witterung hatten Tausende bereits in der Nacht zuvor den Pfingstheiligabend im Zelt und auf dem Marktplatz gefeiert.

„Stadt und Gilde gehören unlösbar zusammen“, betonte der General der Gilde, Jens Kuraschinski, sowohl beim offiziellen Stadtempfang im Rathaus, als auch auf der Burgwiese, bevor der Große Zapfenstreich gespielt wurde. In diesem Zusammenhang wies Kuraschinski darauf hin, dass die Offiziersversammlung der Gilde beschlossen hat, im Rahmen der Feiern zum 750. Geburtstag der Stadt im Jahr 2020 ein Gastkönigsschießen auszurichten.

Ganz und gar ungewöhnlich war, dass Frost im Rahmen des Stadtempfangs geehrt und mit Präsenten vom General, Landrat Carsten Harings und dem Landkreis geehrt wurde. „Ich muss gleich eine Schubkarre bestellen, um das abzutransportieren“, so der Oberst schmunzelnd, der Wein, Regenschirm, Wildeshausen-Flagge und ein Geschichtsbuch bekam.

„Frost hat die vergangenen zehn Jahre die Gilde maßgeblich geprägt“, lobte Kuraschinski. „Er hat viele stressige Situationen gemeistert und mit seinen Ideen einer Abfrackprämie, dem Gildefest auf der Akropolis und dem Handy-Tausch von Offizieren wegen der NSA-Spionage für viel Begeisterung gesorgt.“

Am Dienstag wird Frost zum Generalmajor befördert. Gerührt nahm er auch den langen Applaus auf der Burgwiese entgegen, als die Wildeshauser ihrem Oberst dankten.

Während es in dieser Frage Abschied nehmen hieß, gab es gleichzeitig mehrere Premieren im Rahmen der Auftaktveranstaltung. Erstmals traten die „Joyful Voices“ mit Gospels wie „Oh Happy Day“ und „Great Good News“ auf. Zusammen mit dem Blasorchester Wildeshausen sang der Chor „Amazing Grace“, und als auch der Männergesangverein Euphonia dazustieß, wurde eine Gilde-Revue mit dem Wildeshausen-Lied angestimmt. Eine weitere Premiere war die erste eigene Show des Fanfarenzuges Wildeshausen, die für viel Begeisterung bei den Zuschauern sorgte.

„Beim Gildefest trifft Spaß auf Tradition“, betonte Kuraschinski. In der Gilde seien alle ehrenamtlich tätig und setzten sich für die Mitmenschen ein. Neben den Kirchen gehöre die Gilde zu den ältesten Bürgergemeinschaften, die es schaffe, sich immer wieder auf neue Anforderungen einzustellen. Deshalb sei er auch zuversichtlich, dass sich das Gildefest ständig erneuere und gleichzeitig auf die Wahrung der Traditionen achte. Nur so sei es auch zu erklären, dass jährlich so viele junge Menschen in die Gilde eintreten würden – eine Gemeinschaft, in der Junge und Alte vereint seien.

Für etwas Aufregung sorgte die Panne, dass der Große Zapfenstreich wegen fehlender Beleuchtung am Dirigentenpult von Ingo Poth etwas später abgehalten werden musste. Zudem gab es wegen der Witterung technische Probleme mit dem Computer, sodass das Feuerwerk von Ralf Fremy per Hand gesteuert wurde. Eine synchrone Musikeinspielung war deshalb nicht möglich.

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