29-jähriger Wildeshauser siegt im Stechen gegen Uwe Flege

Neuer König Lars Kröger holte sich Tipps beim Vorgänger

Der neue König Lars Kröger wurde mit der Sänfte zum Krönungstisch gebracht. Danach ging es in die Stadt. - Foto: Decker

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der neue König der Wildeshauser Schützengilde heißt Lars Kröger. Er ist im Club „Los Gilderados“ aktiv.

Seine Qualitäten zeigte Kröger schon im ersten Durchgang. Mit dem ersten Schuss holte er den Vogel von der Stange. Dabei hat der 29-jährige Außendienstler für Werkzeuge kaum Schießerfahrung. „Ab und zu mal an der Schießbude“, erklärte er. „Aber Björn Köhler hat mir gesagt, wie man es machen muss.“ Noch am vergangenen Donnerstag hatte er sich Tipps in den „Gildestuben“ geholt. „Er wollte es ganz genau wissen“, so König Köhler.

Kröger ist mit Melanie verheiratet und hat keine Kinder. Er gehört zur Kompanie Cornauer Tor. Schon vor dem Schießen hatte er sich für unsere Zeitung mit seinem Club „Los Gilderados“ zum Foto aufgestellt.

Die Jungs feierten den König nach dem Sieg und nahmen ihn auf die Schultern. Die Begeisterung kannte keine Grenzen, weil es im Finale noch zu einem Stechen zwischen Uwe Flege und Köhler gekommen war – und viele schon vorher gesehen haben wollten, dass Köhler klar alleine den Vogel von der Stange geholt hatte. Wohl auch deshalb hielt sich Flege im Stechen ein wenig zurück.

30 Männer hatten sich diesmal um die Königswürde beworben. Sie schossen in fünf Durchgängen, und sie trafen unglaublich gut.

Im ersten Schießen war Uwe Flege erfolgreich. Zunächst sah es gar nicht nach seiner Teilnahme aus. Er kam verspätet, weil er noch seine Hose wechseln musste.

Im zweiten Schießen war Frank Imhoff aus Bremen der Schnellste. Auch da ging es schnell, bis der Vogel fiel.

Nachdem Kröger im dritten Schießen sofort den Papagoy von der Stange geholt hatte, dachten alle, dass es nun geruhsamer gehen würde. Doch weit gefehlt: Dirk Schnittker war es, der sehr schnell traf. Der Bäcker- und Konditormeister war bereits dreimal im Finale gewesen und hatte zum siebten Mal teilgenommen. Doch auch diesmal reichte es nicht ganz.

Im fünften Durchgang holte Kai Niester den Vogel nach wenigen Schüssen von der Stange. Damit standen die Finalisten fest.

Ganz so schnell sollte es dann aber nicht gehen. Der Vogel steckte so fest, dass er noch einmal heruntergefahren wurde. Dann trafen Kröger und Flege gleichzeitig und schossen im Stechen den Sieger aus. Als die Entscheidung gefallen war, stürmte „Los Gilderados“ den Schießplatz. Florian Wachsmann, Mitglied des Clubs: „Wir sind alle im richtigen Alter, in dem man hier teilnehmen sollte. Deshalb waren wir dabei.“ Mit Erfolg!

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