Jörg Schilling holt den Vogel um 19.55 Uhr von der Stange

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Jörg Schilling wurde auf der Sänfte zum Krönungstisch gebracht.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Um 19.55 Uhr fiel gestern bei strömendem Regen der Vogel. Der neue König der Wildeshauser Schützengilde heißt Jörg Schilling. Er gehört zur Kompanie Huntetor.

Mit 16 Leuten war sein Gildeclub „Schwarz-Grün“ im Krandel und feuerte den 45-Jährigen an. Frau Anika war auch mit einem Kind da. Das Paar hat vier Kinder. Schilling ist selbstständig in der Lebensmittelbranche tätig und hat zum zweiten Mal auf den Vogel angelegt.

Diesmal war es ein weiter Weg, denn er musste sich im zweiten Umschießen einem Stechen mit Frank Leibscher stellen. Beide hatten den Vogel gleichzeitig von der Stange geholt. Im direkten Vergleich war Schilling dann treffsicherer. „Mir geht es richtig gut“, jubelte er, als der Vorjahreskönig Erik Beyer ihm die weiße Königsfliege umlegte. „Ich glaube, wir werden einen schönen Abend verbringen.“

27 Anwärter hatten sich für das diesjährige Schießen gemeldet. Sie schossen in vier Gruppen unter erschwerten Bedingungen, denn der Regen nahm immer mehr zu.

„Wir wollen einen König haben, der das Ding runterholt“, betonte Artur Gabriel, Vorsitzender des Schießausschusses. „Jeder kann hier König werden und nicht derjenige, der irgendwen in der Gilde kennt.“

Der Vogel hing 32 Meter hoch, und gleich im ersten Schießen kam es zu einem Doppeltreffer. Im Stechen mussten Timo Poppe und Jan-Peter Biernoth gegen-

einander antreten. Timo Poppe holte schließlich den Vogel von der Stange und konnte sich auf das Finale freuen.

Auch im zweiten Schießen kam es zum Stechen. Udo Leibscher, Vater von Frank und Hauptmann der Gilde, der im Schießhaus die Patronen ausgab, wollte schon gar nicht mehr hinsehen. Dann war es aber schließlich der spätere König Schilling, der siegte und ins Finale einzog.

Im dritten Schießen ging es ganz schnell. Michael Müller benötigte nur zwei Schuss, dann lag der Papagoy schon auf dem Boden des Schießplatzes. Im vierten Durchgang musste der Vogel noch einmal heruntergefahren werden, bevor schließlich Sven Krischel den besten Schuss abgab.

Die Kompanien der Wildeshauser Schützengilde

Auch im Finale mussten die Zuschauer ein wenig warten. Offenbar saß der Vogel zu fest und musste noch einmal den Weg per Seilwinde nach unten antreten. Dann aber dauerte es nicht mehr lange, bis Jörg Schilling traf und die Glückwünsche entgegennehmen konnte. Aus seinem Gildeclub kommt schon ein König. Volker Pickart gehört auch zu der Truppe. Er traf im Jahr 2004 den Vogel am besten und kann nun Schilling gute Tipps für das kommende Jahr als Majestät geben.

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