Tobias Finkenzeller neu bei den Nachwuchs-Trommlern / Tambour-Oscar für Wolfgang Niester 

„Ich trommle wohl jetzt schon besser als Papa damals“

Den Oscar in der Hand: Mit den Kinder-Trommlern stellte sich Wolfgang Niester (rechts) zum Gruppenfoto auf. Links im Bild Matthias „Matze“ Lenz.

Wildeshausen - „And the Oscar goes to – Wolfgang Niester.“ Eigentlich stehen die Kindertrommler am Kinderschützenfesttag stets im Mittelpunkt, wenn sich die Tamboure im „Hauptgefechtsstand“ im Garten von Peter Spille treffen. In diesem Jahr aber galt es, zuvor noch eine Ehrung vorzunehmen, bevor der Nachwuchs zum Lockruf in die Stadt aufbrach: Tambourmajor Wolfgang Niester gehört dem Korps seit 40 Jahren an.

„Dafür überreichen wir dir für die Rolle deines Lebens oder auch für dein Lebenswerk, wie es bei der Oscar-Verleihung immer heißt, diese Goldfigur“, betonte Thorsten Niester. War Niester ab 1970 zunächst in der Wachkompanie aktiv, wechselte er 1976 ins Trommlerkorps, in dem er 1981 den Tambourstab von Benno Debbeler übernahm. Seither führt er die Tamboure mit der Fellmütze auf dem Kopf Jahr für Jahr an: „Blut geleckt habe ich schon Ende der 50er-Jahre, als ich drei Jahre lang als Kindertrommler aktiv war. 1965 bin ich dann in die Gilde eingetreten und fünf Jahre als Schwarzrock unterwegs gewesen.“

Waren es anfangs nur fünf Trommler, so wurde die Zahl im Laufe der Jahre auf neun aufgestockt. „Das hatte den Grund, damit sich einige von uns zwischendurch auch mal etwas Freizeit gönnen können“, so Niester. „Stimmt“, betonte Markus Wulf, „die bekommen dann kurzfristig eben Heimaturlaub.“

25 Jahre lang hat Niester zudem die Leitung und Ausbildung der Nachwuchs-Trommler inne gehabt. Diesen Posten hat er 2014 an Matthias „Matze“ Lenz übergeben, der am Sonnabend ein neues Mitglied in seiner Truppe vorstellen konnte – den 13-jährigen Tobias Finkenzeller, Sohn von Gilde-Leutnant Thomas Finkenzeller. „Wir haben auch in diesem Jahr acht Wochen vor Pfingsten mit regelmäßigen Üben angefangen, damit heute alles perfekt klappt“, so Lenz.

Tobias war schon ganz aufgeregt, schließlich war es sein erster großer Auftritt: „Ich glaube aber, dass ich jetzt schon besser trommeln kann als Papa damals.“ Bis zu seiner Schafferwahl war Finkenzeller acht Jahre lang im Trommlerkorps unterwegs. „Ich möchte später auch bei den Großen mitmachen“, so Tobias.

Kinderschützenfest in Wildeshausen

Nach einer Stärkung, es gab Würstchen und Steaks vom Grill, hieß es dann „Antreten zum Lockruf“. Unter der Leitung von Tambour Lannig Priser machten sich die Jungs auf den Weg durch die Stadt, um mit ihrem Trommelklang zu verkünden, dass das Kinderschützenfest schon bald beginnt und der Umzug in den Krandel führt. - jd

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