Ehemaliger Soldat trifft beim Königsschießen am besten

Gildekönig Oliver Rosemeier kann mit Gewehr umgehen

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Gildekönig Oliver Rosemeier auf der Sänfte. n Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Er war als Soldat in Afghanistan im Einsatz und hat dort viel erlebt. Doch das, was Oliver Rosemeier gestern Abend erlebt hat, ist wohl kaum zu toppen: Der 33-jährige Wildeshauser ist neuer König der Wildeshauser Schützengilde.

25 Anwärter gab es dieses Jahr. Sie schossen in vier Gruppen ihren König aus, und diesmal gab es nur ein Umschießen. Im ersten Durchgang siegte Thorsten Graf gegen sechs Konkurrenten. Er war 1985 bereits Kinderkönig und hatte von Frau Marion die Genehmigung, sich den Titel zu holen.

Neben ihm stand im Finale Jan Hoffrogge, der im Spielmannszug aktiv ist. Er war jedoch ebenso chancenlos wie Andreas Tonn, der sich im Umschießen gegen Timo Poppe, Bruder des Königs von 2014, durchgesetzt hatte. Dieser hatte jedoch nicht unbedingt den Segen seines Vater Heino, der vorher meinte: „Mein Sohn soll erst mal sein Kind bekommen.“

Tonn hingegen war zum dritten Mal dabei und hätte gerne diesmal als erster den Papagoy von der 32 Meter hohen Stange geholt. Am Ende war es jedoch Oliver Rosemeier, der jubelnd die Arme nach oben riss. Der 33-Jährige ist mit Julia verheiratet, war zum ersten Mal beim Königsschießen dabei und arbeitet als Abteilungsleiter bei einem Metallbaubetrieb in Vechta. Während der neue König sprachlos vor Glück war, jubelte sein Gildeclub „Gildechoppers“ umso lauter.

„Das ist sehr geil“, freute sich Andreas Gielow. „Ich war schon Trauzeuge von Oliver, und jetzt feiern wir eine weitere Nacht durch.“ Der Gildeclub existiert seit 2009 und hat nur acht Mitglieder. „Umso toller für uns, dass wir nun einen König haben“, so Gielow. Sein Kumpel Stephan Krakau hatte gar nicht gewusst, dass Oliver schießen wollte. „Das haben wir gehört, als ausgerufen wurde, dass er an der Vogelstange steht“, schmunzelte er. Und ahnte schon: „Der gewinnt, weil er mit dem Gewehr umgehen kann.“

Der neue König gab später zu: „Ich habe nicht allen Jungs Bescheid gesagt, aber einige wussten es.“ Wichtiger war auf jeden Fall, dass er Ehefrau Julia vorher informiert hatte, die übrigens mit ihrem Mädchennamen Eylers CDU-Ratsfrau war und im Spielmannzug aktiv ist. Denn für sie wurde die Nacht richtig lang.

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