Daniel Borchers möchte Schwarzrock werden

Am Geburtstag zum Einkaufen in den Gilde-Shop

Andrea Freytag nimmt in der Volksbank den Mitgliedsantrag von Daniel Borchers entgegen. - Foto: dr

Wildeshausen - Die einen zünden eine Kerze auf der Geburtstagstorte an, die anderen feiern ein rauschendes Fest. Daniel Borchers aus Wildeshausen wird am Mittwoch durch die Tür des Gilde-Shops treten und sich eine Ausstattung für das Gildefest holen.

Am Dienstag nach Pfingsten tritt der 29-Jährige in die große Wildeshauser Bürgergemeinschaft ein, nachdem er viele Jahre nicht so richtig den Dreh dazu bekommen hatte. Ausschlaggebend dafür, dass es dieses Jahr endlich klappt, ist die Aktion unserer Zeitung, dass wir zukünftige Rekruten der Gilde porträtieren wollen. „Da habe ich mir gesagt, dass es jetzt sein muss“, berichtet Borchers.

Der IT-Systemadministrator ist in Visbek aufgewachsen, wo er auch arbeitet. Allerdings ging er vor Jahren auf die Berufsbildenden Schule in der Kreisstadt und lernte so auch das Gildefest kennen. „Ich war von Anfang an begeistert“, berichtet er. „Es ist ein besonderes Fest, und es ist toll, dass auch junge Menschen so sehr auf Tradition achten.“

Am Montag war Borchers mit seinem Mitgliedsantrag in der Volksbank, wo Andrea Freytag die Angaben überprüfte und ihm das Starter-Set mit den Statuten, dem Liederheft und einem Ansteck-Papagoy aushändigte. Richtiges Mitglied wird der 29-Jährige natürlich erst, wenn er am Dienstag nach Pfingsten auf der Herrlichkeit seinen Eid abgelegt und sich im Rathaus in das Buch der Gilde eingetragen hat.

Borchers lebt nun schon seit sechs Jahren in der Kreisstadt und engagiert sich als Katastrophenschutzhelfer bei den Maltesern. Ab kommenden Sonnabend ist er zudem Mitglied im Club „KumPils“, dessen Logo er entworfen hat. Zur Frackprobe muss er nicht nur Zylinder und Frack haben. Zur Ausstattung der Gildebrüder gehört auch eine gelbe Sonnenbrille. Und eins ist auch schon klar: Wenn Borchers in drei Tagen nicht das Wildeshausen- und das Niedersachsen-Lied auswendig kann, könnte es mit der Mitgliedschaft eng werden.

Andererseits sollten sich die „Kum-Pils“-Leute gut überlegen, ob sie auf ihn verzichten wollen. Er könnte nämlich in fünf Jahren auf den Papagoy schießen und den Vogel herunter holen. „Ich habe eine Pistolenschuss-Ausbildung“, sagt Borchers, und einen König hat schließlich jeder Gilde-Club gerne in seinen Reihen.

dr

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