Empfang der neuen Wildeshauser Würdenträger/Kritik an Feuerwerkskörpern

Auch der Landkreis ist jetzt Teil des Gildefestes

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Carsten Harings, Bernhard Schwarting (v.r.) und Christian Wolf (dahinter) empfingen König und Schaffer im Kreishaus.

Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Er habe fast den Eindruck, dass die Schwarzröcke beim großen Marsch durch die Wildeshauser Innenstadt im Kreis laufen, sagte Landrat Carsten Harings, als er gestern die neuen Würdenträger der Schützengilde, König Oliver Rosemeier und Schaffer Martin Posenauer, im Kreishaus empfing. Anders könne er sich die nicht enden zu scheinende Parade kaum erklären.

In drei Kutschen fuhr die mehrköpfige Delegation der Gilde am Kreishaus vor. Mit dabei waren unter anderem der General und Bürgermeister, Jens Kuraschinski, Oberst Ernst Frost, Schatzmeister Siegbert Schmidt und der Chef des Protokolls, Thomas Eilers. In Empfang nahmen sie neben Harings auch Bernhard Schwarting als Vertreter des Kreistagsvorsitzenden Helmut Hinrichs und der Erste Kreisrat, Christian Wolf.

Mit diesem Besuch werde der Landkreis erst so richtig Teil des Gildefestes, erklärte Harings. Ein Ereignis, das sich auch bei der Parkplatzsituation rund um den Verwaltungssitz bemerkbar mache: „Das ist schon markant“, so Harings, wie viele Stellflächen draußen und in der Tiefgarage frei blieben, weil viele Mitarbeiter des Landkreises während des Gildefestes Urlaub nehmen.

Abgesehen von den knapp 3000 Männern, die am Dienstag beim Ausmarsch dabei waren, hob Harings in einer kurzen Begrüßung die 93 neuen Mitglieder hervor, die im Rahmen der Feierlichkeiten verpflichtet wurden. „Eine außerordentlich stattliche Zahl“, so der Landrat. „Wo gibt es das schon?“, so Harings, dass jedes Jahr so viele junge Menschen als Nachwuchs aufgenommen werden können. Es sei ein Ausdruck der Anziehungskraft der Gilde und zeige, dass sie nicht nur eine lange Tradition hat, sondern auch bestens für die Zukunft gerüstet sei.

„Auch dieses Jahr feiert Wildeshausen wieder sehr friedfertig, nach allem was ich gehört habe“, hob der Landrat außerdem lobend hervor, „auch die Polizei ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung.“ Das sei „leider keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit und bei manchen gesellschaftlichen Entwicklungen“ – umso mehr müsse man sich darüber freuen. „Kein Verständnis aufbringen kann ich für die wenigen Leute, die am Wochenende meinten, Bengalos zünden und Feuerwerkskörpern werfen zu müssen“, stellte Harings klar. Auch wenn sich bedauerlicherweise niemand dagegen wappnen könne. Pyrotechnik sei ein Verbrechen, wenn dadurch Menschen gefährdet werden. Harings kritisierte, dass eine Veranstaltung wie das Gildefest dazu missbraucht werde, um sich auf diese fragwürdige Art auszuleben.

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