Eine „Gildeshauser Familie“ schon seit vielen Jahrzehnten

Ohne Niesters läuft nichts

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Eine Familie im „Gildefieber“: Wolfgang, Christian, Helmut, Kai, Torsten, Bernd (stehend von links), Heinz, Bernhard, Paul und Hans Niester (vorne von links) freuen sich schon riesig aufs Fest.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ein Niester hier, ein Niester da und dort auch noch welche – die Wildeshauser Familie ist der Schützengilde sehr eng verbunden und lebt jedes Gildefest in vollen Zügen. Grund genug also, sie als „Gildeshauser Familie“ zu bezeichnen. Ohne Niesters läuft nichts.

Wie Paul Niester – Gildekönig im Jahr 1993 – mitteilt, liegt diese Verbundenheit schon vor vielen Jahrzehnten begründet. „Wir sind alles Abkömmlinge (Urenkel und Ururenkel) des Rieselmeisters Anton Niester, der im Jahr 1904 gestorben ist“, erzählt Niester. So ist Gilde-Leutnant und „Haarkünstler“ Bernd Niester der Sohn des verstorbenen Gildekönigs von 1976, Bernhard Niester, und Enkel des Gilde-Königs von 1939, Johannes Niester, der 1949 Offizier der Gilde wurde.

Das Mitglied der Ratskompanie, Hans Niester, ist der Sohn des Königs Johannes Niester und Bruder von König Bernhard Niester. „Fakt ist, dass alle Familienmitglieder der Gilde stets die Treue halten“, betont Paul. Während Tambour Thorsten Niester der Sohn von Hans Niester ist, gehört Helmut Niester der Wachkompanie an, seine Sohne Kai und Christian sind Spielleute. Er ist der Sohn des unvergessenen Adjutanten und Oberst-Anwärters Helmut Niester, der seinerzeit aufgrund seiner geringen Körpergröße liebevoll „Bonsai-Adju“ genannt wurde. Ein Spitzname, über den auch Niester selbst immer wieder herzhaft lachen konnte. Ratskompaniemitglied Heinz Niester ist der Vetter des Wachesoldaten.

Hinzu kommt Tambourmajor Wolfgang Niester, der wiederum der Bruder von Paul und Bernhard ist. „Wir sind alle drei an der alten Vogelstange geboren“, erzählt Paul.

Doch damit nicht genug, denn auch Pauls Schwiegersohn Alain Priser ist schon seit Jahren mit dem Gilde-Virus infiziert: „Ich finde, dass die gesamte Familie etwas gildeverrückt ist. Und das ist auch gut so.“ Er ist Gildemitglied seit 1994 und seit 2001 Tambour unter Wolfgang Niester. „Ich bin eingetreten, als mein Schwiegervater Paul als Gilde-König abgedankt hat“, erzählt Alain. Auch seinen Sohn Lannig habe er bereits mit dem Gildefieber angesteckt: „Seit dem vergangenen Jahr ist er Kindertambour und darf in diesem Jahr den Ausmarsch am Kinderschützenfesttag als Tambourmajor anführen. Eben so, wie es sein Großonkel Wolfgang schon seit vielen Jahren bei den Großen macht.“

Aber auch die Frauen vergisst Alain nicht zu erwähnen: „Die Cousine meiner Frau, Madeleine Niester, ist Tambourmajorin des Fanfarenzuges. Und meine Frau Michaela hatte früher die große Ehre, den Ehrenbogen des Kinderkönigs Martin Möllmann zu tragen.“

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