Wachkompanie will sich in Zukunft selbst versorgen / „Döner“ symbolisch vorgestellt

Auweia, Oberst entlarvt schwarzes Schaf

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Gekonnt gab Oberst Ernst Frost dem Schaf „Döner“ die Nuckelflasche. Marco Freytag (rechts) verfolgt das Geschehen, damit die Kleine auch richtig satt wird. ·

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Schwarze Schafe in der Wachkompanie der Wildeshauser Schützengilde ? Niemals ? Doch ! Seit gestern gibt es zumindest eines davon. Und das wurde auf der Herrlichkeit während der Parade symbolisch kurz von Wachsesoldat Marco Freytag als „Döner“ vorgestellt.

„Herr Oberst“, meldeten sich die Soldaten zu Wort, „alles ist teurer geworden, so dass wir in Zukunft selbst für unsere Verpflegung sorgen müssen und auch werden.“ Dafür hatten sie neben dem Schaf auch noch Zwiebeln und Fladenbrot mitgebracht, um darauf hinzuweisen, dass es in Zukunft vielleicht Döner geben könnte. „Herr Oberst, damit unser Schaf auch richtig groß und stark wird, sollten sie es eben etwas füttern.“ Natürlich ließ es sich der froh gelaunte Oberst Ernst Frost nicht nehmen, dem schwarzen „Wollknäuel“ die Nuckelflasche zu geben: „Muss ich das denn zunächst auch noch probieren ?“

Dass die Wachkompanie viel Größeres vor hat, stellten die Soldaten Elmar Coert und Christian Janssen eindrucksvoll unter Beweis: Sie waren in Schottenröcken zum Appell erschienen: „Wir wollen in Schottland eine Schafzucht aufbauen, damit wir immer genügend Nachschub haben. Und dieses Schaf soll als Grundlage dorthin überführt werden. Dafür werden zwei Wachesoldaten benötigt, die das Tier begleiten.“

So viel Eigeninitiative und Einsatz wurde vom Oberst mit einem Schmunzeln wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Schon bald machte sich das Schaf dann wieder auf den Weg in Richtung Heimat, es lebt in der Familie Freytag. „Mein Mann hat schon länger davon gesprochen, dass wir uns einen Hund anschaffen sollten. Ich war aber stets dagegen so lange wir eine Katze haben. Und nun haben wir das Schaf Namens ,Emmi‘ das von Marco liebevoll ,Döner‘ gerufen wird“, sagt Andrea Freytag. Es sei eine Woche nach Ostern gewesen, als ihr Mann die Töchter gefragt hätte, ob sie ein Lamm aufnehmen könnten, das von seiner Mutter verstoßen worden sei. Dieses müsse aber mit der Flasche aufgezogen werden: „Natürlich waren unsere Töchter sofort Feuer und Flamme.“

Nach einer halben Stunde habe das Lämmchen auf Stroh in der Scheune gelegen: „Niedlich ist sie schon, die Kleine, aber fortan musste einiges im Familienleben umgestellt werden, sie hat alle vier Stunden Hunger, auch nachts.“

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