Anpassung spaltet die Schützengilde: 128 Ja- bei 115 Nein-Stimmen

Beitrag steigt um zehn Euro

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Überraschend knapp ging die Beitragsanpassung in der Abstimmung durch.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Eine ab 2016 greifende Beitragserhöhung spaltete am Sonnabend die anwesenden Mitglieder während der Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde in der Widukindhalle. Mit 128 Ja- bei 115-Nein-Stimmen fand die Anpassung zwar eine Mehrheit, aber beileibe keine komfortable.

Positiv aufgenommen wurde die Anregung von Schatzmeister Siegbert Schmidt, das Einschreibegeld von 25 auf 35 Euro zu erhöhen. Dafür bekommen die Neumitglieder nun auch gleich ein ganzes „Starter-Paket“ mit auf den Weg – einschließlich der Statuten, des Papagoys zum Anstecken sowie des Liederheftes „Gildeorgel“, in dem unter anderem das Wildeshauser Lied zu finden ist.

Auf Widerstand stieß indes der Vorschlag, den seit zehn Jahren nicht erhöhten Jahresbeitrag von 26 auf 36 Euro aufzustocken. „Wir sollten auch an unsere sozial schwächeren Gildebrüder denken“, hieß es aus der Versammlung.

Franz Duin sprach sich hingegen offen für eine Erhöhung aus: „Wir sind die größte Bürgervereinigung Wildeshausens. Wenn wir unseren außergewöhnlichen Platz in der Gesellschaft behaupten wollen, müssen wir auch etwas dafür tun.“ Duin ergänzte: „Auch wenn ich bald in das beitragsfreie Alter komme, möchte ich doch nicht darauf verzichten, meinen jährlichen Beitrag für die Gilde weiter zu leisten.“ Hintergrund: Angesichts des demografischen Wandels fällt die Beitragsfreiheit mit Erreichen des 65. Lebensjahres bei gleichzeitig mindestens 40-jähriger Gilde-Mitgliedschaft immer mehr ins Gewicht.

General Jens Kuraschinski trug den Hinweis von Franz Duin nach, dass es in den Statuten eine Härtefallklausel für alle diejenigen gebe, denen es finanziell tatsächlich nicht leicht falle, eine Erhöhung zu leisten.

Oberst Ernst Frost ließ das „sehr gut verlaufene“ Gildefest 2014 Revue passieren. Allerdings müsse der Pfingstmittwoch wiederbelebt werden – auch wenn sich die Beteiligung im Vergleich zu 2013 bereits verbessert habe. Besondere Erwähnung fand außerdem der Ausmarsch am Pfingstdienstag: „Die besondere Atmosphäre dabei ist es, was die Wildeshauser Gilde ausmacht: Dort marschiert der Meister gemeinsam mit seinen Gesellen, der Chef mit seinen Angestellten – es werden keine Unterschiede gemacht“, so der Oberst. Er mahnte aber auch: „Wir sind kein Karnevalsverein. Einzelne Gruppen sollten sich nicht durch besonders auffällige Kleidung von den anderen absetzen.“

Schatzmeister Siegbert Schmidt vermeldete 3555 Gildebrüder – nach 113 Neuaufnahmen, fünf Wiederaufnahmen, 14 Kündigungen, 21 Sterbefällen und 23 Löschungen. Einnahmen von 267183,81 Euro standen 2014 Ausgaben von 248549,82 Euro gegenüber. Der erzielte Überschuss von 11833,99 Euro fällt um etwa 2000 Euro üppiger aus als im Vorjahr. Das Gesamtvermögen der Gilde beträgt zurzeit 213 577,96 Euro.

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