Andreas Sosnowski fast die „Graue Eminenz“ der Wachkompanie

Mit „Meinungsverstärker“ alles ins Lot bringen

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Der „Meiungsverstärker“ kann einiges richten, wissen Rolf Tepe, Adreas Sosnowski und Marco Freytag (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Fast könnte er „Graue Eminenz“ der Wachkompanie der Wildeshauser Schützengilde genannt werden, denn Rechnungsführer Andreas Sosnowski agiert zu annähernd 100 Prozent im Hintergrund und ist dennoch von großer Bedeutung für die Kompanie.

Genau das bestätigte während des Wache-Frühschoppens am Himmelfahrtstag auch der Fourier der Wache, Rolf Tepe: „Ich bin eher etwas unsortiert, dafür aber ein Impro-Talent. Aber für meine Vergesslichkeit habe ich ja Andreas, der diese dann wieder kompensiert. Zusammen sind wir eben ein sehr gut eingespieltes Team.“ Bei dieser Aussage konnten Sosnowski und der stellvertretende Fourier, Marco Freytag, nur mit dem Kopf nicken. Zusätzlich nahm der Rechnungsführer den Holzhammer, der zum Judas (Geldkassette der Kompanie) gehört, zur Hand: „Zur Not habe ich ja diesen Meinungsverstärker, um alles wieder ins Lot zu bringen.“

Die Aufgabe Sosnowskis ist es, die Kasse exakt zu führen, um am Ende des Festes einen klar belegbaren Kassenstand vorweisen zu können: „Ich muss die kompletten Finanzen der Kompanie verwalten. Das heißt, dass ich auch dafür zuständig bin, zum Beispiel die Getränke in den Gaststätten und das Fleisch für die Beköstigungen beim Schlachter zu bezahlen“, erklärte der Rechnungsführer. Dabei sei es überaus wichtig, für alles auch Belege vorlegen zu können: „Natürlich führe ich auch genau über die Umlagen Buch und verwalte während des Gildefestes die Einnahmen des Gerichts, das ja bekanntlich zur Wachkompanie gehört.“

Egal wo und wie, wenn es um das bezahlen der Wache gehe, dann sei eben er gefragt. „Besonders am Pfingstdienstag bin ich fast nonstop im Einsatz. Ich muss alles genau überprüfen und mir für jede Kleinigkeit Quittungen vorlegen lassen“, erzählt Sosnowski. Seine Aufgabe sei es zudem, die Bezahlung der Veranstaltungen wie Rockappell und Wache-Ausflug zu übernehmen: „Zur Jahreshauptverammlung muss ich dann die Kassenberichte vorlegen, die von den Rechnungsprüfern und dem Leutnant der Wache zuvor unter die Lupe genommen werden.“

Sehr gute Arbeit bestätigte ihm Tepe: „Andreas macht wirklich einen tollen Job. Ich glaube, dass wir ihn darum auch auf Lebenszeit in dieses Amt gewählt haben.“ Wobei das ein Irrtum war, die Amtszeit dauert zunächst nur zehn Jahre, von denen jedoch neun bereits vorüber sind.

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