„Adelheid im Wunderland“

Heiße Rhythmen bei eisigen Temperaturen

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Rund 200 000 Menschen verfolgen den Freimarktsumzug.

Bremen - Von Nina Seegers. Es ist der Höhepunkt des Bremer Freimarkts und jedes Jahr ein riesiges Spektakel, wenn mehrere tausend Menschen in ausgefallenen Kostümen und aufwendig dekorierten Wagen zu lauter Musik durch die Innenstadt ziehen.

Mit einem dreifachen „Ischa Freimaak“ feuerten rund 200 000 Zuschauer die 144 Wagen und Gruppen auf dem 45. Freimarktsumzug an.

Bilder vom Umzug

Bremer Freimarktumzug am Marktplatz

Die Temperaturen am Sonnabend waren eisig, aber die Stimmung kochte. Überall am Wegesrand hatten sich Schaulustige entlang der gut drei Kilometer langen Route versammelt und jubelten der bunten Karawane mit ihren 4 000 Teilnehmern zu. Viele der phantasievoll geschmückten Wagen hatten neben einer Bierzapf- und Musikanlage auch einen großen Vorrat an Bonbons an Bord, die eifrig in die Menschenmenge geworfen wurden. „Hier, hier!“, rief ein kleines Mädchen, das auf den Schultern seines Vaters saß und die vielen verkleideten Gestalten mit großen Augen verfolgte. Andere Zuschauer tanzten und wippten zu der Musik, viele beobachteten das Geschehen auch aus ihren offenen Fenstern oder vom Balkon aus.

Pünktlich um 10.15 Uhr startete der Umzug in der Neustadt, überquerte die Bürgermeister-Smidt-Brücke, bog an der Brill-Kreuzung in die Obernstraße, präsentierte sich vor dem Dom einer vierköpfigen Jury, zog weiter über den Domshof und machte sich von da aus über den Schlüsselkorb und Herdentor auf zum Hauptbahnhof, wo schließlich Ende war.

Der Musikzug „FMC Showband“ der Freiwillgen Feuerwehr Verden durfte in diesem vor dem Freimarktsumzug vorneweg laufen, um das Publikum in Stimmung zu bringen. Den tatsächlichen Anfang des Umzuges machte dann das Reiterfanfarencorps Visbeck. In edler Uniform ritten die Teilnehmer auf ihren Pferden an den vielen Zuschauern vorbei und spielten dazu auf Fanfaren, Pauken und Trompeten. Im Gefolge hatten sie die neue „Miss Freimarkt“, die 22-jährige Mirjam Klinge, die von ihrer Kutsche aus die Leute begrüßte und Bonbons in die Menge schmiss.

Ansonsten präsentierten sich die vielen Gruppen originell, kreativ und im Falle der schwedischen Gruppe „Samba St. Olof Sigtuna“ leicht bekleidet. Nur im Bikini und mit einem großen Federschmuck auf dem Kopf tanzten die hübschen Schwedinnen zu heißen Sambarhythmen durch Bremens Straßen bei Minustemperaturen. Viele Gruppen zogen die Blicke auf sich: „The Mamas and the Papas“ hatten sich zum Beispiel als Figuren aus der Muppet-Show verkleidet, der Borgwardclub Bremen präsentierte sich mit edlen Oldtimer-Karosserien, und die „Rock‘n‘Roll- und Boogie-Rebels Bremen“ tanzten Boogie-Woogie zu Live-Musik von Elvis. Besonders schön anzusehen war auch die Gruppe „Maske de Venezia“.

Die vierköpfige Jury um Bürgerschaftspräsident Christian Weber vergab am Nachmittag im Bayernzelt Preise für die besten Teilnehmer. Den besten Festwagen stellten „Die Adelheider“ mit „Adelheid im Wunderland“, gefolgt von der E-Jugend des Tus Schwachhausen und dem Tus Komet Arsten. Die schönsten drei Fußgruppen waren nach Juryauffassung die „Unicycler & Freizeitgruppe Bartsch, „Samba St. Olof Sigtuna“ und die Tanzschule Renz. Die prämierten Gruppen erhielten Geldpreise von 250 bis 550 Euro. Ein Sonderpreis ging an den Ottersberger Männerchor.

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