Die „Herzlmacher“ haben eine Zuckermasse mit Geheimrezept / Hollmann: Für die Idee anfangs ausgelacht

Das eigene Herz - ganz individuell gestaltet

Margarete Hollmann fertigt Lebkuchenherzen mit individuellen Sprüchen an.

Bremen - Von Nina Seegers · Seit 24 Jahren kommen die „Herzlmacher“ Margarete und Karl Heinz Hollmann mit ihrem Verkaufsstand zum Bremer Freimarkt. Das Besondere: Hier kann man nicht nur einfach vorgefertigte Lebkuchenherzen kaufen, sondern sich sein Herz nach ganz individuellen Wünschen gestalten und frisch zubereiten lassen.

Ob man seinen Hochzeitstag auf einem Herz verewigt, sich einen dummen Spruch einfallen lässt oder ganz traditionell Liebesgrüße an den Schwarm verschenkt – bei den „Herzlmachern“ bleibt kein Wunsch offen. „Manchmal würde ich mir allerdings etwas mehr Einfallsreichtum von meinen Kunden wünschen“, sagt Karl Heinz Hollmann mit einem Augenzwinkern. Während seine Frau Margarete dafür zuständig ist, die Herzen nach den jeweiligen Kundenwünschen zu beschriften und zu verzieren, kümmert sich Karl Heinz um den Verkauf oder hält mal einen kleinen Schnack mit seinen Kollegen.

Lebkuchen-Herzen sind Kult

Wer sich keinen eigenen Spruch für sein Herz ausdenken möchte, findet auf dem gesamten Freimarkt jede Menge fertige Herz-Variationen - wir haben uns einmal umgeschaut... © Mediengruppe Kreiszeitung / Rouven Penz
Zur Eröffnung des Bremer Freimarktes bekommt natürlich erstmal der Roland erstmal ein Herz. © dpa
Der Gruß vom Bremer Freimarkt in Grün-Weiß © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Eine der beliebtesten Varianten: Ischa Freimaak und Ischa Freimarkt © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Geht immer: Der Klassiker © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Warum nicht, einfach mal so... ein Herz verschenken. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Deutliche Worte. Der Träger dieses Herzens ist nicht zu beneiden. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Eindeutig, zweideutige Aufforderung. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Darf auf gar keinen Fall fehlen: I love Werder Bremen © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Auch hier gibt es Fans der Mannschaft aus Hannover © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
noch eine Variante... © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Hm.. das spiegelt so... die Schrift ist kaum lesbar... © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Die Großeltern nicht vergessen. Schließlich zahlen sie ja den Ausflug auf die Bürgerweide. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Liebevolle Kosenamen kommen immer gut an. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Das ist ein Herz für Zwei. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Hier höre ich schon ganz deutlich die Hochzeitsglocken läuten... © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Ich bin verliebt... und fahre mit Dir auf eine Insel? © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Hier ist schon das Aufgebot bestellt. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Deutliche Aufforderung © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Da fällt mir ein: “Schätzelein....“ © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Auch „Goldstück“ wird gern genommen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
„Grashüpfer“ dagegen nicht ganz so häufig. Wer ist gemeint? Flip? © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Nach unbestätigten Untersuchungen ist „Schatz“ der meist genutze Kosename. Weit vor „Pantoffelbärchen“ übrigens... © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Prinzessin kling auch sehr schön © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Das muss Liebe sein. Rechts oben noch eine Variante für alle Fälle. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Es sind noch genug Herzen für Freunde und Verwandte da. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
 © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Besonders schöne Variante mit den Stadtmusikanten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Nadine, Monique und Nadine lassen sich das Bremer Volksfest auf der Zunge zergehen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Jantje Ehlers
Der Antrag in Herzform... © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
... und die Antwort © Mediengruppe Kreiszeitung / Harald Hinze
Zum Schluss bleibt uns: Allen Besuchern des Bremer Freimarktes einen schönen Bummel über die Bürgerweide zu wünschen. Kaufen Sie ein Herz und verschenken Sie es. © Mediengruppe Kreiszeitung

Rund 5 000 Herzen verkauft das Ehepaar während der 17 Tage Freimarkt. „Hier brummt‘s richtig, wir haben wirklich viel zu tun“, freut sich Karl Heinz Hollmann. „Anfangs haben mich für meine Geschäftsidee alle ausgelacht, und ich habe auch wirklich lange – fast vier Jahre – herumprobiert, bis ich die richtige Zusammensetzung für unsere Zuckermasse herausgefunden hatte, das ist nämlich gar nicht so einfach“, erklärt der 67-Jährige. Das Rezept bzw. die hauseigene Zusammensetzung der Zuckermasse will er nicht verraten. „Das ist natürlich geheim!“

Mittlerweile hat sich seine Geschäftsidee jedoch mehr als bewährt. Hollmann erklärt die einzelnen Schritte, bis ein solches Herz fertiggestellt ist: „Die Rohlinge, sprich den Lebkuchen, kaufen wir ein. Das würde sich nicht lohnen, die auch noch selbst herzustellen, denn die Maschinen, die man dafür benötigt, wiegen etwa 20 Tonnen und sind extrem teuer. Dann werden die Lebkuchenherzen nach den Wünschen der Kunden mit unserem hausgemachten Zuckerguss bemalt und beschriftet und kommen anschließend kurz in den Ofen. An der Luft müssen sie dann noch einmal etwa 20 Minuten trocken.“ Wer also ein Lebkuchenherz bei den „Herzlmachern“ in Auftrag geben will, sollte mit einplanen, dass er dies erst nach etwa 45 Minuten abholen kann.

Bereits seit 1985 touren die Hollmanns mit ihrem Wohnwagen von Jahrmarkt zu Jahrmarkt in ganz Deutschland. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. „Solange ich noch körperlich fit bin, werden wir weiterhin mit unserem ,Herzlmacher-Stand‘ durch Deutschland ziehen“, sagt Hollmann.

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