Familie Höpfner aus Bremen-Oslebshausen wird mit dem Freimarkt-Ticket zum Überflieger / „Rocket“ ausgelassen

Olympia-Looping gibt‘s im Doppelpack

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Im "Frisbee" wird es Bernd Höpfner (2. v. l.) allmählich flau. Celine dagegen (3. v. r.) kann gar nicht genug bekommen.

Bremen - von Kristina Gottschlich.  Drei Personen, zwei Überflieger-Tickets und eine Mission: Freimarkt bis zum Abwinken. Bernd Höpfner, 38 Jahre, Celine Höpfner, zehn Jahre, und Danuta Arkulary, 40 Jahre, sind passionierte Freimarktsbesucher, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Bummelpass ins Vergnügen stürzen wollten.

Freimarkt-Ticket:

Drei verschiedene Versionen gibt es zu erwerben, ein Ticket für Kinder, eines für Mutige und eines für die ganze Familie.

Gewinnen Sie eins von fünf Überflieger-Tickets!

Die kleinen bunten Heftchen mit den vielen schönen Gutscheinen haben sie bisher nicht in der Hand gehalten. So beginnt ihre Tour mit einem Gang zum Infoschalter – und da gab‘s gleich die erste Hürde. Es gilt, das passende Freimarkt-Ticket zu finden. Drei Varianten stehen zur Auswahl. Soll es ganz gemütlich zugehen oder doch lieber wild und mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel ? Für Celine ist der Fall klar. Entschieden deutet die Zehnjährige auf das Überflieger-Ticket, was ihr Vater mit einem leicht resignierten „Du willst das schnelle, habe ich mir schon gedacht“ quittiert. Aus der Nummer, das weiß er, kommt er nun nicht mehr 'raus. Schließlich will Celine Gesellschaft bei Überschlag, Geschwindigkeitsrausch und Höhenkoller.

Alle Bilder von der Eröffnung des kleinen Freimarktes

Endlich heißt es wieder "Ischa Freimaak!"

Celine

Das zarte Mädchen mit den rotblonden Haaren übernimmt auch gleich die Führung und steuert zielstrebig den Olympia-Looping an. 32 Meter hoch, eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h – zum Warmwerden genau richtig. Vor der Bahn angekommen, beschleichen Celine allerdings erste Zweifel. Ihr „Vielleicht schaue ich erstmal zu“ klingt doch ein wenig kleinlaut. Ein skeptischer Blick in die Höhe, ein kurzes Zögern – schließlich überwiegt die Neugier. „Celine ist eine ganz Mutige“, wird ihr Vater Bernd später sagen. „Schon mit sieben Jahren ist sie vom Zehn-Meter-Turm gesprungen.“ Die beiden zeigen ihre Gutscheine vor und schon sitzen sie in den bunt bemalten Wagen. Bernds Lebensgefährtin Danuta ist unten geblieben, die Loopingbahn ist nichts für sie. Ein kalter Wind pfeift über die Bürgerweide und sie kuschelt sich in ihren hellblauen Schal. Handschuhe hat sie auch mitgenommen, für Celine. Die Kleine hat etwas Schnupfen und soll sich nicht noch stärker erkälten.

Eindrücke vom Auftakt im Bayernzelt

Eröffnung, Bayernzelt und Miss Freimarkt 2010

Im Moment hat die junge Oslebshauserin allerdings nur ihr Vergnügen im Kopf. Mit Papa Bernd im Schlepptau stürmt sie aus der Olympiabahn und freut sich offenbar darüber, dass sie nach der rasanten Fahrt „am ganzen Körper zittert.“ Ob ihr Vater das auch so sieht ? Bernd Höpfner lächelt tapfer und bestätigt, dass die Fahrt Spaß gemacht habe. Später wird das etwas anders aussehen, denn auf Celines Plan stehen noch der „Frisbee“, der „Höllenblitz“, die Wildwasserbahn und der „Top Spin“. Bereits der „Frisbee“ – eine riesige runde Scheibe, die wie ein Pendel durch die Luft schwingt und dabei um sich selbst rotiert – bringt Bernds Standfestigkeit ins Wanken und sorgt für erste flaue Gefühle im Magen. Nach dem „Höllenblitz“, der Indoor-Achterbahn mit sich drehenden Gondeln, möchte der 38-Jährige erstmal eine Pause einlegen.

Die Fotos vom Eröffnungswochende

Menschenmassen auf dem Freimarkt am Samstag

Trocken rein, nass raus – so endet es auch für die beiden Oslebshauser.

Und so landet die Familie an einem Stand mit Schokofrüchten und allerlei Zuckerzeug. „Eine Banane mit weißer Schokolade beruhigt den Magen“, findet Bernd. „Und die Nerven“, meint seine Lebensgefährtin Danuta, die sich bei allem Mitgefühl ein Lächeln nicht verkneifen kann. Derweil hüpft Celine ungeduldig von einem Bein auf das andere. Weder der eisige Wind noch die verführerischen Düfte aus allen Richtungen lenken sie von ihrem Ziel ab: Sie möchte was erleben, da können die Würstchen noch so lecker und die Eisbuden noch so einladend aussehen. Es geht weiter, zwischen Nebelschwaden, Fahrgeschäften und dröhnender Musik hindurch. An der einen Ecke werden die Besucher mit Schlagern beschallt, wenige Schritte weiter schwingen sich Popsongs zu ohrenbetäubender Lautstärke auf.

Den „Rocket“ lässt die Familie aus, selbst Celine kann sich mit dem Gedanken an einen Raketenflug in 55 Meter Höhe nicht anfreunden. Dafür darf es aber die Wildwasserbahn sein. Nun muss Danuta ran, die bisher ziemlich gut weggekommen war. Trocken rein, nass raus – so endet es auch für die beiden Oslebshauser. Mit tropfenden Haaren und jeder Menge Spritzern auf ihren Brillen kommen die beiden aus der Bahn. Den kleinen Kaktus mit der blauen Blüte, Trophäe eines Abstechers zur Losbude, hat Celine aber vorsorglich bei Papa Bernd gelassen. So ein Kaktus mag es schließlich eher trocken.

Halligalli in Halle 7

Halligalli Weekend Party in der Halle 7

Auch für eine Fahrt in der Olympia-Bahn ist die kleine Pflanze nicht zu gewinnen. Der Kaktus bleibt bei Celines zweiter Tour ebenso am Boden wie der immer noch recht blasse Bernd Höpfner. Zum Abschluss will er seine Tochter ganz tapfer in den „Top Spin“ begleiten und sich das mit dem Überflieger für das kommende Jahr wohl noch einmal genau überlegen.

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