Polizei zieht positive Bilanz: "Ein fröhliches und friedliches Fest"

Weniger Körperverletzungen, Taschendiebstähle und "Schnapsleichen"

+
"Ein fröhliches und friedliches Fest." Die Polizei ist zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Domweih.

Verden - Aus Sicht der Polizei ist die Domweih insgesamt erfreulich friedlich verlaufen. In den vergangenen sechs Tagen registrierten die Beamten zwischen Samstag und Donnerstag erneut weniger Straftaten als im Vorjahr.

Die Anzahl der "volksfesttypischen" Delikte wie Körperverletzungen und Taschendiebstähle waren leicht rückläufig. Was den Einsatzkräften auch auffiel: Die Zahl der "Schnapsleichen", also der alkoholbedingt hilflosen Personen, um die sich die Polizei kümmern musste, ist ebenfalls zurückgegangen. "Das war ein fröhliches und zugleich friedliches Fest, so haben wir uns das vorgestellt", so Ulrich Winter, Einsatzleiter der Polizei Verden.

Dabei verfolgten er und seine Mitarbeiter das bereits aus den Vorjahren bewährte Konzept, auf dem Festgelände Polizeipräsenz zu zeigen, indem ständig "Fußstreifen" unterwegs waren. Auch die "Domweihwache" war wieder als provisorische Polizeiwache in der Nicolaischule für hilfesuchende Bürger eingerichtet.

Neu im Polizeikonzept waren die bereits im Vorfeld der diesjährigen Domweih erstmals verhängten Aufenthaltsverbote gegen einzelne Personen. Sechs junge Männer zum Beispiel, die in der Vergangenheit besonders wegen Aggressionsdelikten wie zum Beispiel Körperverletzungen auffielen, erhielten vor der Domweih eine schriftliche Mitteilung, dass ihnen der Zutritt zum Festgelände über die Domweihzeit verwehrt bleiben sollte. Von den Betroffenen konnten es drei junge Männer dann aber doch nicht lassen, während der sechs Tage auf das Fest zu gehen. Sie wurden von der Polizei entdeckt und mussten den Rest der jeweiligen Nacht in der Gewahrsamszelle verbringen. "Auf das Sicherheitsgefühl der übrigen Feiernden haben derartige Aufenthaltsverbote eine absolut positive Wirkung", ist sich Winter sicher. "Zudem wirkt ein Verbot, die Domweih zu besuchen, für viele Betroffene wie eine Strafe".

Möglicherweise sind es auch die Aufenthaltsverbote, die dazu führten, dass die Zahl der Körperverletzungen erneut rückläufig ist. Daher werde man auch in den nächsten Jahren auf Aufenthaltsverbote setzen, kündigte die Polizei Verden. hc

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

US-Bundesregierung im Zwangsstillstand

US-Bundesregierung im Zwangsstillstand

Das sind die 99 beliebtesten Strände der ganzen Welt

Das sind die 99 beliebtesten Strände der ganzen Welt

Bilder aus Kroatien: DHB-Team zittert sich zum Sieg 

Bilder aus Kroatien: DHB-Team zittert sich zum Sieg 

Werder-Wechsel zu Bayern

Werder-Wechsel zu Bayern

Meistgelesene Artikel

Kommentare