"Ich liebe es, unter Menschen zu sein"

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„I love beer“ steht auf den Hosenträgern, die Kunde Michael sich von Sven Gahrau anpassen lässt.

Verden - Auch das hat Tradition auf der Verdener Domweihmeile: neben den Fahrgeschäften und den Verzehr- und Getränkestäden lockt alljährlich der Pöttjermarkt mit seinem Angebot an Kurzwaren, Textilien, Keramik, Spielzeug, Schmuck, Gewürze oder sonstigen Krimskrams zur Schnäppchenjagd.

Auf der Domweih werden viele Markthändler von den Verdener Kunden wie alte Bekannte begrüßt. Beispielsweise Sven Gahrau, der dort seit 37 Jahren Kurzwaren und Glückwunschkarten verkauft. Bei den Verdenern, so sagt er, seien vor allem auch seine individuell angefertigten Hosenträger sehr beliebt. Der Homberger reist mit seiner Bekannten durch Norddeutschland und besucht etwa 20 Märkte im Jahr. Und das findet er nicht anstrengend, sagt er. „Ich liebe es, unter Menschen zu sein. Ich möchte, dass sie lachen. Das Verkaufen ist für mich erst sekundär wichtig.“ Das Kaufverhalten der Leute sei anders geworden, doch die Domweih sei nach wie vor ein sehr guter Markt. "Ich habe hier sehr viele Stammkunden", sagt er und das in Verden das Publikum und das ganze Drumherum, die Kombination aus Markt und Rummel, stimmen.

Diese Schüsseln sind multifunktional sagt André Schönberg und gleichermaßen zum Füsse- wie zum Salatwaschen geeignet.

Pötte & Pannen sind indes die Leidenschaft von André Schönbergs, der seit rund 20 Jahren mit seinem großen Verkaufsstand auf dem Pöttjermarkt steht. „Verden ist ein toller Markt“, sagt Schönberg, der neben Pötten und Pfannen auch Haushaltswaren und Dekoratives für Haus und Garten verkauft. „Unser Sortiment an Emaillewaren, die beschrifteten Holzbrettchen sowie die Naturbürsten, Teppichklopfer oder Keksausstecher sind bei den Kunden sehr beliebt“, sagt Schönberg. Und lächelnd fügt er hinzu: „Die Emailleschüsseln sind sogar multifunktional, weil sie gleichermaßen zum Waschen von Füßen und Salat geeignet sind.“ Aber auch die klassischen Teekessel lassen sich nach Aussage des Händlers immer noch sehr gut verkaufen. Gerade hat sich die Verdenerin Edeltraut Stuber damit eingedeckt. „Ich finde vor allem das blau-weiße Muster so hübsch. Meine ganze Küchendeko ist auf diese Farben ausgerichtet“, erzählt Stuber, die regelmäßig über den Pöttjermarkt schlendert und quasi schon Stammkundin bei Schönbergs Pötten und Pannen ist. "Das Angebot hat seinen Reiz. Manches ist in den normalen Geschäften auch gar nicht mehr zu finden“, sagt sie.

Bei Christiane Gödde gibt es noch Porzellan mit dem Dekor Indisch-Blau.

Einen Marktstand mit Nützlichem und mit Kuriosem, mit Porzellan, mit Nippes und mit Dekorationsware, hat auch Christiane Gödde auf der Pöttjermeile aufgebaut. „Unseren Betrieb gibt es seit 1860“, erzählt Gödde, die ihn von ihrem Vater, Burkhard Back, übernommen hat. Selbst, so sagt sie, sei sie inzwischen auch schon seit fast 20 Jahren dabei. Nach Verden komme sie besonders gerne, zumal sie hier etliche Stammkunden habe. „Auf der Domweih ist das Publikum sehr bunt gemischt. Es gibt einfach alles.“  / nie

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