Marktausschuss resümiert Domweih / Weniger Scherben / Kritik an Zuschauern

„Pfand sinnvoll und auch notwendig“

Verden - Die erste Marktausschuss-Sitzung nach der Domweih dient traditionell dem Resümee des Volksfestes. Und das fiel am Mittwoch, jedenfalls im öffentlichen Teil, weitgehend positiv aus. Vor allem die große Neuerung betreffend, Pfand für Bierkrüge.

„Eine sinnvolle Sache – und auch notwendig“, fasste Marktmeister Rüdiger Nordorp zusammen. Der Glasbruch sei erheblich geringer ausgefallen, das habe ihm auch der Betriebshof bestätigt. Nicht nur die Scherben, auch die Müllmenge sei in diesem Jahr geringer gewesen, berichtete Nordorp weiter. 24,32 Tonnen Abfall hatte der Betriebshof 2013 zusammengekehrt, in diesem Jahr waren es 21,14 Tonnen.

Auch Ausschussmitglied und Domweih-Wirt Sven Sottorff (CDU) nannte Zahlen. Im vergangenen Jahr habe er 2600 Bierseidel abschreiben müssen. Nach Einführung des Pfands seien es in diesem Jahr nur noch 600 Gläser gewesen, die nicht den Weg zurück fanden. Und dieser Verlust würde zum Teil ja durch das Pfandgeld aufgefangen.

Einen Bedarf, nach den Bierkrügen nun im kommenden Jahr auch andere Gläser mit einem Rückgeld zu belegen, sah der Ausschuss nicht. Auch Sottorff riet davon ab, vornehmlich aus organisatorischen Gründen. Denn im Gegensatz zu den Seideln seien beispielsweise Wein- und Schnapsgläser von Stand zu Stand unterschiedlich.

Stets in der Diskussion bleibt der Ablauf des Umzugs. Der ist nach den Worten von Organisatorin Angelika Revermann in diesem Jahr um einiges kleiner ausgefallen. 70 Gruppen zählten sie und ihr Team im Vorjahr, 57 zogen in diesem Jahr durch die Innenstadt.

Mehrheit für die Sicherheit

Bedingt durch die Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen seien vor allem Fahrzeuge weggefallen, erklärte die Leiterin der Tourist-Information. Von Teilnehmern seien die Vorkehrungen aber mehrheitlich als sinnvoll erachtet worden, berichtete Angelika Revermann von einer Befragung nach dem Umzug.

Hier sei allerdings auch Kritik laut geworden am Verhalten einzelner Gruppen und Zuschauer. So seien Passanten an der Straße negativ aufgefallen durch dichtes Herandrängen, Uneinsichtigkeit und aggressives Fragen nach Süßigkeiten und Getränken. Auf die Zuschauer könne man aber nur bedingt Einfluss nehmen, stellte die Organisatorin fest.

Wenig steuerbar nannte Revermann auch den Ablauf des Umzugs. Sicher seien Verspätungen bei der Domweih-Eröffnung ärgerlich. Dennoch würden bewusst Zwischenstopps gemacht, damit keine großen Lücken entstünden. „Aber ich sehe wenig Möglichkeiten, eine Punktlandung hinzukriegen.“

kp

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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