„Hier ist jeder willkommen“

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Lassen 20 Jahre Bürgertreff Revue passieren (von links): Fred Pielsch, Sabine Mandel und Christel Kijewski (v. l.). ·

Verden - Der Bürgertreff am Hoppenkamp, eine Einrichtung der Stadt Verden für die Menschen im Wohngebiet Salzstraße-Schwarzer Berg, ist 20 Jahre alt geworden. Grund genug, um mit Einwohnern, Mitarbeitern und Vertretern des Rats, im Rahmen einer kleinen Feier die Arbeit der letzten zwei Jahrzehnte noch einmal Revue passieren zu lassen. Viele Fotos und Zeitungsartikel erinnerten an die alten Zeiten.

„Es war damals keine leichte Entscheidung zu sagen, die Stadt übernimmt die Verantwortung für die Bürgerarbeit und bezahlt Menschen für Gemeinwesenarbeit, so Bürgermeister Lutz Brockmann in seinem Grußwort. Doch sei die Entscheidung auf jeden Fall richtig gewesen, war er überzeugt. „Gute Nachbarschaft kommt nicht von allein.“ Er wünschte den Bürgern des Wohngebiets, dass das Miteinander auch in Zukunft noch weiter wachsen möge.

„Die Arbeit mit den Menschen im Stadtteil war mir immer am wichtigsten“, so Christel Kijewski rückblickend. Die Leiterin des Bürgertreffs fing 1994 als Anerkennungspraktikantin am Hoppenkamp an, ist also fast von Beginn an dabei. Viele Kinder hat sie in dieser Zeit groß werden sehen, die Menschen, die hier leben sind ihr ans Herz gewachsen. „Die Solidarität und Hilfsbereitschaft in diesem Stadtteil ist sehr schön“, findet sie. „Die Menschen leben gern hier.“

Sabine Mandel und Fred Pielsch haben den Treff 1993 aufgebaut. „Wir haben uns immer die Bürgerbeteiligung auf die Fahne geschrieben“, so Mandel. Sie freue sich, dass die Bewohner so aktiv sind und wünschte dem Bürgertreff noch „weitere 20 Jahre“.

Gemeinsam mit den Gästen erinnerte man sich noch einmal an die zahlreichen Aktivitäten der vergangenen Jahre, darunter die Stadtteilfeste, die Jugendarbeit, aber auch an die Kleiderstube oder die Zusammenarbeit mit der Verdener Tafel.

Auf die Frage, was sich in den letzten 20 Jahren verändert habe, antwortete Fred Pielsch: „Der Stadtteil hat sich selbst integriert.“ Die Menschen hier würden sich jetzt untereinander mehr helfen und sich für ihren Stadtteil engagieren. „Hier ist jeder willkommen, egal welchen Alters, welcher Nationalität oder welcher Hautfarbe“, ergänzte Christel Kijewski.

Die Bürgertreff-Mitarbeiter Lydia Wagner und Peter Wittmann berichteten weiter von der Hausaufgabenhilfe, Deutschkursen für Aussiedler oder muslimische Frauen. „Gerade vielen Frauen haben wir helfen können, auf eigenen Füßen zu stehen“, berichtete Wittmann. Lydia Wagner erzählte von ihrer Arbeit mit Jugendlichen und Senioren oder dem jährlich stattfindenden Frauenfest.

Für Christel Kijewski ist es besonders schön, wenn einstige „Problemfälle“ ihren Platz im Leben schließlich doch noch gefunden haben. „Einige kommen immer noch hierher und bedanken sich dafür, dass man ihnen damals das Vertrauen ausgesprochen hat. Dann weiß man auch, dass sich die lange Arbeit gelohnt hat“, erzählte sie zufrieden. · ahk

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