Der Schindelwagen

Fisch-Insel feiert in diesem Jahr ihr 50. Domweih-Jubiläum

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Sie bieten den Besuchern der Domweih bis heute maritime Leckereien: Andrea, Horst und Margarete Oeltjen sowie Sandra Oeltjen-von Salzen.

Verden - Von Ulf Buschmann. Eigentlich wollte Familie Oeltjen schon 1963 auf der Domweih stehen. Doch es gab kein Platz. Aber im Jahr darauf, 1964, klappte es: Die „Fisch-Insel“ war fortan eines der Geschäfte, das die Besucher des Jahrmarktes mit seinen Köstlichkeiten erfreute.

In diesem Jahr nun feiert die „Fisch-Insel“ 50. Domweih-Jubiläum – zweiter Generationenwechsel inklusive. Heinrich Oeltjen war es, der sich seinen Platz sicherte. Mit seinem „Schindelwagen“ sorgten er und sein Sohn Horst für allerlei maritime Köstlichkeiten auf der Domweih. Doch im Gegensatz zu heute waren es weniger Fischbrötchen und Salate. „In den 60er jahren verkauften wir fast nur Räucherware“, erinnert sich Horst Oeltjen.

Er und sein Vater hatten Aale, Bücklinge, Schellfisch, Sprotten und Makrelen im Angebot. Fischbrötchen habe es ganze vier Sorten gegeben: Schnitzellachs, Brathering, Bismarckhering und Matjes. In den 70er und 80er Jahren begann die Nachfrage nach Geräuchertem zu schrumpfen und Familie Oelten beschritt neue Wege: Im Jahr 1979 gab es einen neuen Fischwagen mit eigener Bäckerei. Mit diesem Angebot sind die Domweih-Veteranen noch immer einzigartig. So soll es in Zukunft bleiben, daran lassen Horst Oeltjen und seine Tochter Sandra Oeltjen-von Salzen keinen Zweifel. Mit ihr und ihrem Mann Oliver von Salzen nämlich hat die neue Zeitrechnung längst begonnen: Fisch aus dem Hause der Schaustellerdynastie wird es immer geben. Ausdruck dafür ist der neue moderne Wagen, der in guter Familientradition den Namen „Fisch-Insel“ trägt. Er ist seit dem Jahr 2009 im Einsatz. Mit ihm sind die Schausteller seit 2010 auf der Domweih vertreten.

Der Schindelwagen leistete bis 1970 seine Dienste, ab 1971 waren es die „Meeresleckerbissen“, danach, anno 1979 ging es mit der „Fisch-Insel“ los, die bis heute so heißt. Horst Oeltjen hat an die Verdener Domweih „nur gute Erinnerungen“, wie er sagt. Es sei immer alles recht familiär zugegangen. Bis heute fasziniert ihn, dass es auf dem Volksfest bis zu ihrem Abzug immer viele Engländer gegeben habe – kein Wunder, hatten die Briten doch in Verden einen ihrer größten Standorte in der Bundesrepublik.

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