Familie Hensel kennt die Domweih wie ihre Westentasche

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Tanja Hensel ist mit ihrem Mandel- und Crepes-Geschäft gerne auf der Domweih.

Verden - Von Ulf Buschmann. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder und der Lauf der Dinge ist ein Kreis. Wenn jemand diese Volksweisheit bestätigen kann, dann ist es Familie Hensel. Über mehrere Generationen hinweg ist sie auf der Verdener Domweih vertreten, und das schon seit den 1940er Jahren.

Seitdem treffen die Hensels Freunde aus ihrer Kinder- und Jugendzeit. Dies gilt für Horst Hensel genauso wie für seine Tochter Tanja.

„Meine Eltern waren schon bei der ersten Domweih nach dem Zweiten Weltkrieg dabei“, erinnert sich Horst Hensel. Er sei auf diesem und anderen Volksfesten groß geworden – und besuchte im zarten Alter von sechs Jahren das erste Mal die Nikolaischule. So war es auch in den folgenden Jahren, denn die Schaustellerkinder lernten immer dort, wo die Eltern gerade standen.

Horst Hensel erinnert sich: „Wir haben viel an der Aller gespielt. Und wenn nicht so viel Betrieb war, durften wir Schaustellerkinder auch mal unsonst Karussell fahren.“ Derweil verkauften die Eltern – damals noch am Standort vor den ehemaligen Ordnungsamt – ihre Leckereien. Daran habe sich auch nichts geändert, als die Kinder heranwuchsen. Die Jugendlichen trafen sich alljährlich weiter auf der Domweih und pflegen den Kontakt zueinander bis heute.

Nicht nur deshalb ist die Domweih für Horst Hensel bis heute ein ganz besonderes Volksfest. „Es ist die Atmosphäre“, sagt der heute 66-jährige Schausteller, der noch immer gerne nach Verden kommt, das Geschäft jedoch heute weitgehend seiner 37-jährigen Tochter Tanja überlässt. Ihr ist es genauso in Fleisch und Blut übergegangen wie Horst Hensel.

Nicht nur das, bei Tanja Hensel wiederholt sich die Geschichte: „Ich habe vor zwei Jahren eine alte Freundin von der Nikolaischule wiedergetroffen.“ An die Zeit dort denkt Tanja Hensel genauso gerne zurück, wenn sie nach Verden kommt. Wie ihr Vater liebt ihr Vater die Domweih insbesondere wegen der Atmosphäre. An der Aller sei es noch immer sehr familiär, das gleiche gelte für die Platzvergabe. Tanja Hensel sagt: „So wie es in Verden läuft, ist es ja kaum noch. Dass diese Tradition hochgehalten wird ist eine schöne Sache.“

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