Eltern können Telefonnummer auf Armband notierten / Musikzelt ist passé

Kinderfinder für Domweih

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In Domweih-Laune: Marktmeister Rüdiger Nodorp und Tourist-Info-Leiterin Angelika Revermann.

Verden - Wären die Verdener Pferde, sie würden bereits kräftig mit den Hufen scharren. Denn langsam, aber sicher, rückt die 1030. Auflage der Verdener Domweih in Reichweite. Die Ziellinie wird am Sonnabend, 30. Mai, um 13.30 Uhr, mit dem Start des Domweihumzugs überquert.

Die Vorbereitungen für das wichtigste Ereignis im Kalender eines jeden „Ur-Verdeners“ sind schon in vollem Gange, und die Vorfreude auf dieses Highlight ist bereits zu spüren. Und weil diese Veranstaltung ein Selbstläufer ist, setzt das Planungsgremium um Ordnungsamtsleiter Rüdiger Nodorp und der Leiterin der Touristinformation, Angelika Revermann, alljährlich auf Kontinuität, gewürzt mit einigen Neuerungen.

So wurde der Domweih-Internetauftritt aufgemöbelt und mit frischem Pep und mit viel Farbe der Verdener Kommunikationsleitlinie angepasst. Smartphonebesitzer haben allerdings noch das Nachsehen. Mobil abrufbar sollen die farbenfrohen digitalen Domweihseiten erst im Jahr 2016 sein. Neu ist der Kinderfinder, eine Idee, die Nodorp vom Hamburger Dom mitgebracht hat. Der Kinderfinder ist ein stabiles Papierarmband, das Eltern kostenlos an den Fahrgeschäften und in der Touristinformation erhalten. Revermann: „Eltern tragen auf dem Band ihre Telefonnummer ein. Das gibt Sicherheit, falls ein Kind in der Menschenmenge verloren geht.

Zum Domweihumzug angemeldet haben sich nach Auskunft der Organisatoren 1600 Personen, die sich auf 59 Gruppen verteilen. Die Anzahl der Wagen gab Revermann mit 18 an, das sind zwei weniger als im Vorjahr. Ansonsten alles wie gehabt, auch die Umzugsstrecke mit Start im Kreuzungsbereich Eitzer Straße/Bgm. Münchmeyer Straße, über Andreaswall, Georgstraße, Anita-Augs-purg-Platz und Große Straße zum Endpunkt Holzmarkt. Die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Lutz Brockmann ist für 15 Uhr geplant. Revermann ist trotz gegenteiliger Erfahrungen aus den Vorjahren optimistisch, dass es diesmal klappt.

Danach erwartet die Besucher eine bunte Mischung aus rasanten Fahrgeschäften und Kinderattraktionen sowie Imbiss-, Ausspielungs- und Ausschankbuden. Nodorp: „Aus insgesamt 900 Bewerbungen wurden 151 Geschäfte, darunter acht große Fahrgeschäfte, fünf Kinderkarussells und ein Laufgeschäft, etliche Markt- und Verzehrstände sowie reisende und heimische Wirte zur Domweih zugelassen.“ Nodorps Liste verspricht einen guten Mix für Jung und Alt, „wobei wir Wert darauf legen, dass wir eine Domweih für alle Altersklassen und familienfreundlich sind“, strich der Marktmeister heraus.

So genannte Überkopf-Fahrgeschäfte wie „Night Style“ oder „Flash“ und der Super-Tower-Fallturm, der einen freuen Fall aus 22 Metern Höhe beschert, dürften demnach eher einem jüngeren Publikum Fahrspaß bereiten, während Musik-Express, Breakdancer oder das 48 Meter hohe Riesenrad die Klassiker auf der Domweih sind. Ganz wichtig für die Domweih ist natürlich das gastronomische Angebot, das diesmal mit einem weiteren Eyecatcher aufwartet. Das Musikzelt, das über Jahrzehnte am Norderstädtischen Markt aufgebaut war, ist Vergangenheit. Statt dessen wird dort erstmals mit viel Aufwand eine Windmühle als Ausschankgeschäft platziert.

Am Freitag, 22. Mai, startet der Verkauf der beliebten Bummelpässe, die für die Kleinen je sieben und für die Großen je 15 Euro kosten.

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