Einen Tag mehr will keiner

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Horst-Heiner Pabst (rechts) begrüßte gestern zur Marktbeschickerversammlung. ·

Verden - Von Volkmar KoyZur Halbzeit kam das bessere Wetter. Die Stimmung hellte sich zusehends auf in der Marktbeschickerversammlung in der „Almhütte“. Traditionell wurde Bilanz gezogen nach drei Domweih-Tagen. Fazit: Auch umsatzmäßig ist noch Luft nach oben.

Die gute Nachricht hatte gleich Bürgermeister Lutz Brockmann parat: „Das Hochwasser der Aller wird nicht auf die Domweih kommen.“ Er stimmte zusammen mit dem Vorsitzenden des Marktausschusses, Horst-Heiner Pabst, in ein Dankeslied für alle Beteiligten ein. Egal, ob Polizei, Tourist-Info, Bauhof oder Stadtwerke, alle hätten gute Arbeit verrichtet.

Da wollte der Erste Polizeihauptkommissar Tobias Vorfeld nicht zurückstehen: „Wir sind sehr zufrieden mit der Domweih bislang.“ Die Lage sei derzeit ruhig, und er sei zuversichtlich, dass das so bleibe. Vorfeld: „Wir haben genug Kräfte vor Ort.“

Von einem Überschuss in Höhe von 3000 Euro sprach die Leiterin der Tourist-Information, Angelika Revermann, in ihrer Bilanz aus dem vergangenen Jahr. Ansonsten sei für den Internet-Auftritt der Domweih viel Geld ausgegeben worden. Eine Reihe von Personalressourcen sei in den Facebook-Auftritt geflossen. Revermann dazu: „Ich bin erstaunt über die Detailverliebtheit der Domweih-Besucher.“ Für 2014 bis 2016 kündigte die Organisatorin des Umzuges an, einige Stellschrauben neu zu justieren und speziell in Printmedien zu investieren.

Revermann bat die anwesenden Schausteller, ihr Tipps von anderen Festplätzen zu übermitteln: „Ich kopiere gern gute Ideen.“ Kritische Töne kamen dann aus dem Mund der Beschicker, als Pabst den zum Ratsantrag erhobenen Gedanken ins Gespräch brachte, die Domweih um einen Tag zu verlängern. „Wir könnten schon am Freitag beginnen“, so Pabst, und erntete dafür ein breites „Nee!“ Der Marktausschuss-Vorsitzende ruderte postwendend zurück: „Wir sollten weiterhin mit einem Paukenschlag am Sonnabend beginnen.“

Die Meinungen in der anschließenden Diskussion waren an Eindeutigkeit nicht zu toppen. Der zusätzliche Tag würde lediglich eine Kostensteigerung bringen. Eine traditionelle Veranstaltung zu verändern, sei immer kritisch, waren zwei Äußerungen. Ob indes auch der Wunsch von Hotelier Gerd Haag in Erfüllung geht, den Sonnabend zu verlängern, dürfte mit einem Fragezeichen versehen werden. Haag dazu: „Mir blutet das Herz, wenn die Bude um 1 Uhr noch voll ist.“ Auf Wohlwollen fiel da schon eher der Vorschlag, den Anwohnern der Domweih kostenlose Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

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