Domweih-Wirte bessern Regelung nach / Lob für Sven Sottorff

Pfand und Marke zum Bier

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Für die neue Pfandregel auf der Domweih: Michael Müller (Landhaus Müller), Sven Sottorff (Sotti's Saitensprung), Heinz Müller (Bei Leo), Kamelia Sharghi (Golfclub), Irmtraut Müller (Bei Leo), Annette Sottorff (Sotti's Saitensprung), Nina Renoldi (Almhütte) und Marktmeister Rüdiger Nodorp.

Verden - Um den neu eingeführten Gläserpfand auf der morgen beginnenden Domweih für alle Beteiligten fair handhaben zu können, werden Pfandmarken eingeführt. Kurzfristig hat dies gestern ein Teil der Gastronomen beschlossen, in der Hoffnung, dass alle anderen Wirte mitziehen.

Für jedes 0,2-Liter-Bierglas zahlt der Kunde einen Euro Pfand. Dies war bereits beschlossene Sache und soll den Glasbruch auf dem Volksfest reduzieren. Einen Euro kostet das Glas den Wirt, wenn er es nach sechs Tagen Domweih nicht an den Händler zurückgeben kann. Je nach Standgröße seien früher in einer Domweihwoche pro Wirt durchaus Verluste von 1500 bis 3000 Gläsern entstanden, hieß es.

Die Besucher sollen aber gewohnt feiern können und nicht ständig ihr Glas im Auge behalten müssen, weil es ihnen sonst weggeschnappt und ein anderer den Pfand kassiert. Gleichzeitig wollen sich die Wirte vor Gläserdiebstahl schützen. Mit einem Griff über den Tresen oder dem Mitbringen noch vorhandener Gläser lasse sich sonst schnelles Geld auf der Domweih machen.

Mit ihrer Almhütte steht die Familie Renoldi auf vielen Jahrmärkten, wo Gläserpfand schon längst üblich ist. Das Oktoberfest in München oder das Cannstatter Volksfest in Stuttgart, nannte Nina Renoldi als Beispiele. Um sich und ihre Gäste vor Gläserdiebstahl zu schützen, arbeitet die Almhütte bereits lange mit Pfandmarken. „Die Gläser werden sonst bei der Spülstation einfach weggenommen. Leichter kann man doch kein Geld verdienen“, weiß Nina Renoldi aus Erfahrung.

Als Sven Sottorff von den Pfandmarken erfuhr, handelte er kurzfristig, rief seine Gastro-Kollegen gestern Nachmittag zusammen und unterbreitete ihnen den Vorschlag, es genauso zu handhaben. Die Marken hatte er vorsorglich bereits bestellt, am Sonnabendmorgen sollen sie geliefert werden. Von den Kollegen gab es Lob für Sottorffs schnelles Handeln. Sie befürworteten die Pfandmarken.

Somit gibt es ab morgen Mittag bei ihnen zu jedem Bier eine Pfandmarke. Dies bedeutet aber auch, nur wer Glas und Pfandmarke zurückgibt, bekommt auch den einen Euro Pfand wieder ausbezahlt. „Das ist das Fairste für alle, auch wenn es für uns mehr Arbeit bedeutet“, fand Heinz Müller.

Die unterschiedlichen Farben dienen nur der Abrechnung unter den Gastronomen und die Marken der Almhütte fließen in das Pfandprinzip mit ein. Die neuen Marken und die der Almhütte können an allen Zelten und Bierbuden auf der Domweih eingelöst werden, sofern dann auch alle zehn Wirte mitmachen.wb

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