Bei der Domweih-Halbzeitbilanz hat keiner wirklich was zu meckern

Friedliches Volksfest

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Marktausschuss, Schausteller und Polizei sind bis jetzt zufrieden mit dem Domweihverlauf.

Verden - Von Erika Wennhold. Keine besonderen Vorkommnisse auf der Domweih – bis gestern Vormittag. Ein Volksfest, das seinesgleichen sucht, verläuft erstaunlich friedlich und vorwiegend fröhlich. Gestern trafen sich der Marktausschuss unter Vorsitz von Horst-Heiner Papst, Marktmeister Rüdiger Nodorp, Polizeihauptmeister Ulrich Winter und die Schausteller zu einer Zwischenbilanz in der Alm-Hütte der Familie Renoldi.

Um 10 Uhr morgens war die Stimmung hier noch eine ganz andere als an den Abenden zuvor: Laute Musik, vor allem wummernde Bässe, dringen sechs Tage lang in die Wohnzimmer der Häuser drumherum. Die Nerven der Anwohner werden in der Domweihwoche arg auf die Probe gestellt. Deshalb galt ihnen ein ganz besonderer Dank der Verantwortlichen, die 440 Gutscheinhefte als Anerkennung für die aufgebrachte Geduld verschickt hatten. Horst-Heiner Papst bedankte sich ebenso beim Bauhof, bei den Johannitern, den Stadtwerken, der Polizei und den Schaustellern.

„Alle zusammen gestalten mitten in der Stadt ein schönes Volksfest und machen sich immer wieder Gedanken, was noch verbessert werden kann,“ lobte Bürgermeister Lutz Brockmann eine seit Jahren eingeschworene Gemeinschaft, die nicht viel zu meckern hatte. Selbst die Polizei zog gestern eine positive Bilanz. Polizeihauptmeister Ulrich Winter wollte aber auch nicht voreilig sein: „Das Highlight, der Donnerstag, steht uns ja noch bevor.“ Dennoch war er der Meinung, dass die moderate Präsenz der Polizei Wirkung zeige. Auch im Vorfeld ausgesprochene Platzverweise hätten sich bewährt gemacht. Bisher habe es zehn Auseinandersetzungen ohne besorgniserregendes Aggressionspotenzial gegeben, vier Diebstahlsdelikte und drei Übernachtungen in der Gewahrsamszelle; Kosten einschließlich Frühstück: 78 Euro.

Die Finanzen schlüsselte Rüdiger Nodorp in Vertretung der erkrankten Touristik-Leiterin Angelika Revermann auf. Im Jahr 2014 seien rund 17000 Euro für Vermarktung/Bewachung ausgegeben und 2992 Bummelpässe (1327 zusätzlich für Kinder) verkauft worden. Bummelpässe bieten den Domweihbesuchern eine Ersparnis von 40 Prozent gegenüber den Kosten für Einzelfahrscheine. Insgesamt hatte die Stadt im vergangen Jahr Einnahmen von rund 70000 Euro und Ausgaben in Höhe von rund 67000 Euro.

Weil sich in Verden durch die Neugestaltung des Allerufers einiges verändert hat, fehlen den Schaustellern Wohnwagenplätze in der Nähe. Das wurde bemängelt, wird aber auch in Zukunft nicht zu ändern sein. Ein Tribut an den ganz besonderen Standort der Domweih, wo sich spektakuläre Karussells wie das Flash, Breakdancer oder Night Style an historische Gebäude schmiegen oder dazu verleiten, in mächtige Baumkronen zu greifen.

Domweih ist eröffnet

Domweih am Samstagabend

Domweih am Sonntag

Domweih am Sonntag - Teil 2

Verdener Domweih am Montag

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